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Artenvielfalt:Als Fledertiere aus den Bäumen fielen

(Foto: AFP)

In Sydney sind Hunderte von Kalong-Flughunden an der Hitze gestorben. Meist sind es Jungtiere, die von ihren Eltern zurückgelassen wurden.

Nicht nur die Menschen leiden unter der Hitzewelle in Australien, die sogar den Asphalt aufweicht. Auch viele Tiere sind den Temperaturen von mehr als 47 Grad nicht gewachsen. In einigen Vororten von Sydney sind Hunderte Kalong-Flughunde tot aus den Bäumen gefallen. Meist sind es Jungtiere, die von ihren Eltern zurückgelassen wurden, als diese sich in kühlere Regionen verzogen.

Der Kalong (Pteropus vampyrus) ist eines der größten Fledertiere der Welt, heimisch in Südostasien und eigentlich gut angepasst an das warme australische Klima. Doch bei Temperaturen über 40 Grad bekommen die Flughunde Schwierigkeiten, ihre Körpertemperatur zu regulieren.

Insbesondere die Jungtiere reagieren empfindlich. Nicht zum ersten Mal sterben Flughunde in Australien während einer Hitzewelle. Doch so verheerend wie in diesem Jahr war es bislang noch nie. Artenschützer fürchten, dass mehr als hunderttausend Flughunde sterben könnten.

© SZ vom 11.01.2018/fehu

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