Archäologie - Neuss:Teil des Limes am Rhein: Nachbau eines Wachturms restauriert

Archäologie
Blick auf den nach einer Sanierung runderneuerten, nachgebauten Wachturm aus der Römerzeit. Foto: Roberto Pfeil/dpa (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Neuss (dpa/lnw) - Der Nachbau eines römischen Wachturms in Neuss ist umfangreich saniert worden. Der Turm befindet sich in Rheinnähe gegenüber von Düsseldorf und ist Teil des Unesco-Welterbes "Grenzen des Römischen Reichs - Niedergermanischer Limes". Im kommenden Jahr sollten auch Infotafeln aufgestellt werden, teilte die Stadt Neuss am Mittwoch aus Anlass der Instandsetzung mit. Ähnliche Schilder sollen in NRW auch an anderen Orten angebracht werden, die zum Limes-Welterbe gehören.

Neben dem Turm, dessen Vorläufer vor 2000 Jahren Teil der römischen Grenzbewachung am Rhein war, befand sich ein Kleinkastell mit Soldaten. Das Sichtbarmachen der einstigen militärischen Anlagen zur Grenzsicherung ist schwierig. Denn die Überreste der Kastelle, Legionslager, Übungslager und Siedlungen sind meist in der Erde verborgen und nicht sichtbar. Der Limes-Abschnitt in NRW reicht von Bonn bis Kleve. Fundplätze gibt es in 19 Kommunen, darunter sind Köln, Duisburg, Wesel, Xanten und Neuss. 2021 wurde dieser Teil der früheren römischen Außengrenze Weltkulturerbe.

© dpa-infocom, dpa:231206-99-199308/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: