Archäologie in Südtirol:Der weiße Krieg

Österreichisch-Ungarische Soldaten in den Alpen, 1916

Front auf 3600 Meter Höhe am Ortler: Österreichisch-Ungarische Soldaten 1916

(Foto: SZ Photo)

In den Südtiroler Bergen schmilzt das Eis und legt grausame Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs frei. Eine Reise in ein düsteres Kapitel europäischer Geschichte.

Text: Tobias Zick, Fotos: Stefano Torrione

Sie wollten ja schließlich den Krieg spüren, die Geschichte wieder aufleben lassen, deshalb haben die beiden Bergsteiger die Nacht in diesem kleinen Stollen verbracht, hier auf fast 3400 Meter Höhe; auf Isomatten haben sie geschlafen, wo vor einem Jahrhundert Soldaten auf Stroh fröstelten, bangten und starben: Als "Guerra Bianca" rumort der Erste Weltkrieg in dieser Gegend bis heute im kollektiven Gedächtnis, als "weißer Krieg", weil ein Großteil des Blutes damals im Eis und Schnee des Hochgebirges versickerte. Und kaum sonstwo kann man als Bergsteiger diesem Kapitel der europäischen Geschichte so intensiv nachspüren wie hier oben, so hautnah wie im alten Gefechtsstollen des Corno di Cavento.

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