Wirtschaftswachstum:Ifo-Institut justiert Konjunktur-Ampel bei gelb

Auch das Ifo-Institut beurteilt den Konjunkturverlauf für dieses und kommendes Jahr jetzt optimistischer - doch euphorisch werden die Münchner Forscher nicht.

Das Münchner Ifo-Institut zählte bislang eher zu den pessimistischeren Konjunkturbeobachtern, doch nun bemerken auch die Münchner die aufgehellte Stimmung. Sie revidieren ihre Konjunkturprognose für Deutschland deutlich nach oben.

Wirtschaftswachstum: Neufahrzeuge von Audi: Der Export wird nach Einschätzung des Ifo-Instituts zwar wieder steigen, die Konjunktur wegen der ebenfalls anziehenden Importe aber kaum anschieben. Die Firmeninvestitionen dürften aber schwach bleiben.

Neufahrzeuge von Audi: Der Export wird nach Einschätzung des Ifo-Instituts zwar wieder steigen, die Konjunktur wegen der ebenfalls anziehenden Importe aber kaum anschieben. Die Firmeninvestitionen dürften aber schwach bleiben.

(Foto: Foto: AP)

Für das laufende Jahr sei lediglich mit einem Wachstumseinbruch um 4,9 Prozent zu rechnen, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut mit. Bislang hatten die Forscher eine Rate von minus 6,3 Prozent veranschlagt.

Für 2010 wird nun mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 1,7 Prozent gerechnet, nachdem bislang ein leichtes Minus von 0,3 Prozent angenommen wurde. 2011 rechnet das Ifo-Institut mit einem Wachstum von 1,2 Prozent.

Kredithürden hoch

Trotz der günstigeren Prognosen geben sich die Forscher insgesamt aber immer noch verhalten: "Im Prognosezeitraum bleiben die Konjunkturampeln in Deutschland auf gelb, mit einer Grünphase ist nicht zu rechnen."

Der Export werde nach den Einbrüchen in diesem Jahr zwar wieder steigen, die Konjunktur wegen der ebenfalls anziehenden Importe aber kaum anschieben. Die Firmeninvestitionen dürften schwach bleiben, da sich die "restriktiven Finanzierungsbedingungen nicht bessern".

Auf der einen Seite dürften sich die endogenen Auftriebskräfte allmählich wieder stärken, andererseits liefen aber die Konjunkturpakete allmählich aus. Zudem seien die Kredithürden für neue Investitionen und Arbeitsplätze immer noch hoch. "Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft bleibt damit labil, zu einem selbsttragenden Aufschwung kommt es nicht."

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