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Wirtschaft kompakt:Töpfer: "Atom-Ausstieg ohne negative Folgen möglich"

Deutschland kann nach Ansicht des ehemaligen Bundesumweltministers Klaus Töpfer (CDU) rasch aus der Atomenergie aussteigen, ohne negative Folgen für die Wirtschaft zu verursachen. "Wir werden es belegen, dass eine wirtschaftlich starke Nation wie Deutschland diese Stärke auch behalten kann", sagte Töpfer dem Radiosender hr-Info.

Teile der Wirtschaft hätten erkannt, welche riesigen Möglichkeiten eine grüne Technologiewelle böte. "Das sind große Chancen für zukunftsorientierte Arbeitsplätze", sagte Töpfer.

Stadtwerke beispielsweise setzten schon jetzt auf dezentrale Energieerzeugung. Töpfer und der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Matthias Kleiner, leiten die Ethikkommission "Sichere Energieversorgung", die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingerichtet worden war.

Die Kommission soll bis voraussichtlich Ende Mai die Risiken der Atomkraftnutzung grundlegend neu bewerten und einordnen. Merkel hatte die Gründung der Kommission als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan angekündigt.