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Wirecard-Skandal:EY gerät weiter unter Druck

Illustration: Stefan Dimitrov

Geheime Vermerke der Prüfgesellschaft KPMG lesen sich so, als hätten die Prüfer von EY schmählich versagt. Die Papiere dürften mögliche Schadenersatzkläger elektrisieren.

Von Klaus Ott, Reiko Pinkert, Jörg Schmitt und Jan Willmroth

Das Treffen, das am 16. Januar 2020 um 10.35 Uhr im Konferenzraum "Rom" der Wirecard AG in Aschheim bei München begann, dürfte noch ein Nachspiel haben - ein gerichtliches vermutlich. Damals saßen Vertreter der Wirtschaftsprüfkonzerne EY und KPMG mit Managern des inzwischen pleitegegangenen Zahlungsdienstleisters zusammen. Es ging unter anderem um viele Millionen Euro, die angeblich auf Treuhandkonten in Asien lagen und die sich später als Luftbuchung erweisen sollten. Einer der KPMG-Prüfer fertigte damals ein vierseitiges Ergebnisprotokoll an. Ein Papier, das die Kollegen von EY heute ziemlich schlecht aussehen lässt.

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