MeinungWirecard-DebakelMit dieser Finanzaufsicht ist ein Neuanfang unmöglich

Kommentar von Meike Schreiber

Lesezeit: 2 Min.

Allenfalls für "bedauerlich" hält es die Finanzaufsicht Bafin, dass man das Betrugssystem bei Wirecard nicht frühzeitig aufgedeckt hat.
Allenfalls für "bedauerlich" hält es die Finanzaufsicht Bafin, dass man das Betrugssystem bei Wirecard nicht frühzeitig aufgedeckt hat.
Peter Kneffel/dpa

Mit der amtierenden Bafin-Spitze wird der Wiederaufbau nach dem Wirecard-Debakel misslingen. Denn wer Fehler nicht zugibt, kann auch nicht aus ihnen lernen.

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Vermutlich meinte es Felix Hufeld anders, als er in diesen Tagen sein Neujahrsgrußwort verfasste, das er pandemiebedingt freilich nicht vortragen, sondern nur versenden konnte. Wirecard, so stellte der Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin fest, sei "ein schwerer Schlag für den Finanzstandort Deutschland". Vertrauen sei verloren gegangen, das nun wiederaufgebaut werden müsse. "Auch die Bafin leistet hierzu ihren Beitrag." Zum Ausdruck bringen wollte Hufeld damit wahrscheinlich: Auch die Bafin leistet einen Beitrag zum Wiederaufbau, der nun zweifelsohne nötig ist, nach dem größten Bilanzskandal in der Geschichte der Bundesrepublik. Man kann Hufelds Brief aber auch anders lesen.

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