Weltwirtschaftsforum Deutschland ist das innovationsfähigste Land der Welt

In vielen Industrien verändert die Digitalisierung die Art, zu arbeiten.

(Foto: dpa)
  • Die Innovationsfähigkeit Deutschlands ist so groß wie in keinem anderen Land der Welt. Das ist Ergebnis einer Analyse des Weltwirtschaftsforums.
  • Zum ersten Mal ist die Bundesrepublik auch die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft in Europa - bislang war es die Schweiz.
Von Caspar Busse

Manche mögen es angesichts der lauten Kritik an der Wirtschaft hierzulande kaum glauben, aber Deutschland wird in einer Studie eine herausragende Innovationsfähigkeit bescheinigt. Laut einer neuen Analyse des Weltwirtschaftsforums (WEF) aus Genf liegt die Bundesrepublik bei der Innovationsfähigkeit international auf Platz Eins, und damit in dieser Kategorie vor den USA. Die Stiftung legte alljährlich einen ausführlichen globalen Wettbewerbsbericht vor.

Ausschlaggebend für die gute Einstufung Deutschlands waren unter anderem die Zahl der angemeldeten Patente, wissenschaftliche Veröffentlichungen und die Zufriedenheit der Kunden mit deutschen Produkten - das bringe die Unternehmen immer wieder zu Verbesserungen und Erneuerungen, heißt es in dem Bericht.

Positive Bewertung auch für deutsche Unternehmen

Die Innovationsfähigkeit ist einer von zwölf Aspekten, mit der die Studie die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beurteilt. Dazu gehören auch etwa die Stabilität des Finanzsektors, die Qualität der Bildung, das Gesundheitswesen, die Infrastruktur oder die makroökonomische Stabilität, auch hier ist Deutschland führend. Positiv ist ebenfalls: Deutsche Unternehmen rangieren weltweit an vierter Stellen, wenn es darum geht, sich auf die neue, digitale Welt einzustellen.

Weltweit liegt Deutschland bei der Wettbewerbsfähigkeit insgesamt auf Platz drei, hinter den USA und Singapur, bislang war immer die Schweiz vorne. Zum ersten Mal ist die Bundesrepublik damit auch die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft in Europa. Unter den ersten zehn rangieren weiter die Schweiz, Japan, die Niederlande, Hongkong, Großbritannien, Schweden und Dänemark.

Entscheidend sei, die Veränderungen durch die Digitalisierung anzunehmen. "Nur diejenigen Länder, die die Bedeutung der vierten industrielle Revolution erkennen, sind auch in der Lage, neue Möglichkeiten für ihre Bürger anzubieten", sagt WEF-Gründer Klaus Schwab. Die Folgen der Handelsstreitigkeiten, der wachsende Populismus sowie der Besinnung auf nationale Interessen seien allerdings in der Untersuchung noch nicht abzulesen, sagte Mitautorin Saadia Zahidi. Es seien Daten aus dem vergangenen Jahr verarbeitet worden. Die Trends seien allerdings besorgniserregend.

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