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Im Test:Samsungs Galaxy Book 360 pro

Samsung Galaxy Book Pro 360

Hingucker: Das Design des neuen Galaxy Book ist gelungen und der Laptop ist angenehm in der Bedienung.

(Foto: Jeenah Moon/Bloomberg)

Das Galaxy Book 360 lässt sich zum Tablet umklappen, ist aber trotzdem weder dick noch schwer und dabei recht flott unterwegs. Ein paar Nachteile gibt es aber auch.

Von Helmut Martin-Jung

Samsungs neues Galaxy Book 360 pro ist, man kann es nicht anders sagen, in seinem Alu-Kleid ein Hingucker. Und die Koreaner haben geschafft, was vielen Herstellern nicht gelingt oder unwichtig erscheint: Klappt man den Deckel auf, bleibt der Laptop stehen, man braucht also keine zwei Hände dafür. Das mag einem wie eine Kleinigkeit vorkommen, doch es zeigt: Man hat sich was vorgenommen.

Wie es der Name vermuten lässt, gehört das Galaxy Book 360 zur Gattung der Convertibles, der Bildschirm lässt sich also 360 Grad umklappen, wodurch man ein Tablet erhält. Wie entscheidend das unter Windows 10 ist, das ja nicht besonders gut an die Bedienung per Bildschirm angepasst ist, muss jeder für sich entscheiden, hilfsweise liegt aber noch ein Stift bei, der im Zweifel ein etwas präziseres Arbeiten ermöglicht.

An der Leistung des sehr flachen Laptops gibt es nichts auszusetzen, auch die Lärmentwicklung hält sich sehr in Grenzen. Der 33-Zentimeter-Oled-Bildschirm ist, wie es die Technologie erwarten lässt, sehr farb- und kontraststark, aber nicht sonderlich farbtreu - was jedoch nur Profi-Fotografen stört, die damit Bilder bearbeiten wollen.

Der große Nachteil: Die Festplatte ist bloß 250 Gigabyte groß

Die Tastatur - immer eine Geschmackssache - tippt sich angenehm und ist nicht laut. Das Touchpad ist angenehm groß und reagiert sehr prompt auf Gesten. Mit Anschlüssen ist das Galaxy Book gut ausgestattet, drei Mal USB - allerdings im C-Format, da könnte der ein oder andere Adapter nötig werden. Außerdem gibt es noch eine kombinierte Kopfhörer-Mikrofon-Buchse sowie einen Slot für eine Speicherkarte im Micro-SD-Format.

Wo es aber wirklich knapp wird, ist beim Speicher. Die Festplatte ist bloß 250 Gigabyte groß, der fest verlötete Hauptspeicher nur acht. Zwar kann man eine große Micro-SD-Karte einlegen, eine doppelt so große Festplatte und mehr Hauptspeicher hätten aber nicht geschadet. Den aber gibt es nur beim Modell mit einem stärkeren Prozessor und für 300 Euro mehr - schade. Schade auch, dass der berührungsempfindliche Bildschirm sehr stark spiegelt.

Bleibt als Fazit ein im Design sehr gelungenes Notebook, das sehr flach geraten ist und von den verwendeten Materialien her wertig wirkt. Leider ist die Größe von Speicher und Hauptspeicher an den Prozessor gekoppelt, wodurch es teuer wird, sich mit mehr Speicher zu versorgen. Der Micro-SD-Schlitz ist dafür nur ein schwacher Ersatz.

© SZ
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