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Piloten machen ernst:Streik bei Eurowings

Die Pilotengewerkschaft VC Cockpit ist für Verhandlungsstärke bekannt. Jetzt trifft es die Lufthansa-Tochter Eurowings. Alle Piloten der Regionalfluglinie traten in einen befristeten Streik.

Die 305 Eurowings-Piloten haben am Freitagmorgen einen befristeten Ausstand begonnen. Die Vereinigung Cockpit (VC) habe die Piloten der Lufthansa-Tochter dazu aufgerufen, bis 13 Uhr ihre Arbeit niederzulegen, sagte der Verhandlungsführer der VC, Markus Germann.

Pilotenstreik - Berlin

Pilotenstreik - Flugpassagiere stehen am Flughafen Berlin-Tegel am Ticketschalter der Lufthansa und warten auf ihre Abfertigung. Am Freitagmorgen sind 305 Eurowings-Piloten in den Ausstand getreten.

(Foto: dpa)

Betroffen sind Flüge ab Berlin-Tegel, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Köln und Nürnberg. Hintergrund seien die gescheiterten Verhandlungen mit der Lufthansa über sichere Beschäftigungsverträge.

Der Ausstand traf den Düsseldorfer Flughafen am stärksten. Bundesweit seien knapp 50 Starts und Landungen gestrichen, sagte ein Sprecher von Eurowings. Davon entfielen rund 40 auf Düsseldorf. Düsseldorf ist der größte Eurowings-Standort in Deutschland.

In Köln waren nach Angaben eines Sprechers lediglich zwei Flüge betroffen. Zudem fallen vier Verbindungen in Berlin-Tegel aus, wie der Eurowings-Sprecher sagte. Die Verhandlungen mit der Lufthansa über sichere Beschäftigungsverträge waren zuvor gescheitert.

Lufthansa plant nach VC-Angaben, alle 50-sitzigen Flugzeuge aus seinem Programm zu nehmen und die bisher 34 Eurowings-Flugzeuge auf 15 zu reduzieren. Rund 180 Piloten könnten ihre Arbeit verlieren.

Zudem sollten mehrere Standorte aufgegeben werden. Seit Anfang des Jahres verhandle die Pilotengewerkschaft mit Eurowings darüber, dass die Piloten unter anderem entsprechende Abfindungen erhalten oder für einen längeren Zeitraum noch Gehälter ausgezahlt bekommen. "Uns wurde kein vernünftiges Angebot gemacht. Deshalb rufen wir zu Streiks auf", sagte Germann.