Nordrhein-Westfalen Die Waldkämpferinnen

Indigo hilft Antje Grothus auf eine Baumleiter.

(Foto: Barbara Schnell)

Roden oder schützen? Zwei Frauen setzen sich für die Rettung des Hambacher Forsts ein - die eine hoch oben in den Bäumen, die andere in der Politik.

Von Barbara Schnell, Buir

Die Geschichte des Hambacher Forstes beginnt mit einer Legende: Mit einer List brachte Arnold von Arnoldsweiler, als Musiker und Gelehrter am Hofe Karls des Großen tätig, seinen Brotherrn dazu, ihm ein 12 000 Hektar großes Waldstück westlich von Köln zu schenken, das er den umliegenden Dörfern zur Nutzung überließ. Die Bewohner durften dort Brennholz sammeln und im Herbst ihre Schweine zur Mast in den Wald treiben, doch es durfte kein Baum gefällt werden.

Der geschützte Status des Waldes endete spätestens, ...