Apple-Zulieferer Foxconn:"Persönlicher Streit" mit vielen Folgen

Lesezeit: 1 min

Eine Massenschlägerei in der chinesischen Fabrik des Elektronikproduzenten Foxconn hatte die Produktion des begehrten iPhone 5 kurz ins Stocken gebracht. Nun stehen die Arbeiter wieder am Fließband. Doch die Ursachen der Schlägerei sind ungeklärt.

Einen Tag nach der Massenschlägerei in einem chinesischen Werk des Apple-Zulieferers Foxconn hat die Fabrik wieder geöffnet. Dies teilte ein Manager des Werks in Taiyuan im Norden Chinas mit. Die Fabrik war am Montag geschlossen worden, nachdem ein "persönlicher Streit" zwischen mehreren Arbeitern zu der Schlägerei mit 2000 Beteiligten geführt haben soll.

Apple-Zulieferer Foxconn, China

Bei Foxconn wird auch das neue iPhone 5 hergestellt. Nach einer Massenschlägerei war ein Werk geschlossen worden - und die Produktion kam ins Stocken.

(Foto: Bobby Yip/Reuters)

Die Schließung des Werks kam für Foxconn zum denkbar schlechtesten Augenblick, schließlich stellen die Arbeiter in China auch das neue iPhone 5 her. Als die Produktion gestoppt wurde, wuchs die Sorge, dass es zu erheblichen Lieferengpässen kommen könnte.

Denn Foxconn ist der weltweit größte Hersteller von Computerteilen: In der Fabrik in Taiyuan arbeiten 79.000 Menschen. Dort produzieren sie unter anderem elektronische Bauteile für Autos und für die Unterhaltungselektronik. In der Fabrik werden allerdings nicht nur Geräte für Apple, sondern auch für Sony und Nokia hergestellt.

Warum kam es zur Schlägerei?

Die Ursachen der Schlägerei sind bislang nicht vollständig geklärt. Möglicherweise könnte auch ein Streit über die schlechten Arbeitsbedingungen bei Foxconn Auslöser gewesen sein. Dabei seien 40 Männer verletzt worden. Etwa 5000 Polizisten seien mehrere Stunden lang im Einsatz gewesen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Das Unternehmen Foxconn beschäftigt in ganz China etwa eine Million Arbeiter, die meisten von ihnen in Shenzhen an der Grenze zu Hongkong. Die Arbeitsbedingungen in dem Konzern waren mehrfach kritisiert worden, vor allem nachdem 2010 mindestens 13 Beschäftigte Selbstmord begangen hatten.

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