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Konjunktur:IWF erwartet schwächeres Wachstum wegen Brexit-Votum

  • Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen des Brexit-Votums mit einer Abkühlung der Weltkonjunktur.
  • Weltweit korrigierten die Ökonomen ihre Prognose nur leicht. Doch besonders für Großbritannien hat die Organisation düstere Aussichten.

Schon wenige Minuten nachdem das Votum der Briten, aus der EU austreten zu wollen, bekannt war, ging weltweit die Furcht um. Aktienkurse brachen ein, Währungen spielten verrückt. Die verheerende Reaktion an den Finanzmärkten sollte sich auch in den kommenden Tagen fortsetzen. Und noch immer sind die Unternehmen verunsichert. Sie fürchten, dass der Brexit ihnen schaden und Wachstum kosten wird.

Davon geht auch der Internationale Währungsfonds (IWF) aus, der am Dienstag seine Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft bekannt gab. In ihrem Basisszenario erwarten die IWF-Ökonomen weltweit nur noch ein Wachstum von 3,1 Prozent in diesem und 3,4 Prozent im kommenden Jahr. Das sind jeweils nur 0,1 Prozentpunkte weniger als im April prognostiziert.

Für Großbritannien hingegen revidiert der IWF seine Prognose deutlich. Zwar erwartet er für dieses Jahr mit 1,7 Prozent ein nur leicht schwächeres Wachstum (minus 0,2 Prozentpunkte), doch für das Jahr 2017 sagen die IWF-Ökonomen nur noch ein britisches Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent voraus. Ursprünglich waren sie mit 2,2 Prozent von einem deutlich höheren Wachstum ausgegangen.

Auch für Deutschland revidiert der IWF seine Prognose für 2017 kräftig. Das Wachstum könnte demnach um 0,4 Punkte auf 1,2 Prozent fallen.

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