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Immobilien - Berlin:Mieten im Speckgürtel stärker gestiegen als in Berlin

Berlin (dpa/bb) - Im Berliner Speckgürtel sind die Mieten zuletzt stärker gestiegen als in der Hauptstadt selbst. Wer eine Wohnung im Umland bezog, zahlte 2018 im Schnitt 6,74 Euro netto kalt pro Monat. Das waren 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Verband Berlin-Brandenburger Wohnungsunternehmen am Dienstag auf Basis von Daten seiner Mitglieder mitteilte. Der Verband vertritt sowohl Genossenschaften und städtische Gesellschaften als auch private Vermieter wie die Deutsche Wohnen und Vonovia.

"Die vergleichsweise hohe Steigerungsrate ist dem hohen Anteil von Erstvermietungen in diesem Jahr geschuldet", erklärte Verbandsvorstand Maren Kern das Mietenwachstum im Umland. Dort bleibe es aber billiger als Berlin. In der Hauptstadt erhöhten die Mitglieder die Mieten bei Neuverträgen demnach um 4,7 Prozent auf 7,80 Euro und damit langsamer als im Vorjahr. In Brandenburg waren es im landesweiten Durchschnitt 2,7 Prozent auf 5,76 Euro.

Die Verbandsmitglieder halten etwa 43 Prozent der Mietwohnungen in Berlin und 44 Prozent in Brandenburg. Auch in bestehenden Verträgen wurde das Wohnen bei ihnen teurer: in Berlin um 2,7 Prozent auf durchschnittlich 6,14 Euro, in Brandenburg um 2 Prozent auf durchschnittlich 5,14 Euro. "Unsere Mitgliedsunternehmen stehen nachweislich für gutes und bezahlbares Wohnen in Berlin und dem Land Brandenburg", betonte Kern.

Man liege deutlich unter dem Durchschnitt der Mieten, die in Inseraten auf Online-Immobilienportalen verlangt würden, betonte der Verband. Er zog aber gleichzeitig - mit Blick auf die Debatte um den geplanten Berliner Mietendeckel - in Zweifel, dass solche Portale repräsentative Daten liefern. Viele große Vermieter inserierten dort nicht mehr so häufig wie früher, weil sie mehr Wohnungen direkt über ihre Vermietungsbüros vergäben, hieß es.

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