Wenn morgens schon die Polizei klingelt, dann bedeutet das nichts Gutes. Und wenn nicht nur zwei, sondern eher zweihundert Beamte im Einsatz sind, dann ist klar: Es ist ernst. Und genauso ist es am Mittwochmorgen beim skandalgeschüttelten Immobilienkonzern Adler Group. Angeführt von der Staatsanwaltschaft Frankfurt rückten 175 Fahnder aus und durchsuchten insgesamt 21 Objekte, wie die Behörde mitteilte. Darunter Büros, Wohnungen und sogar eine Anwaltskanzlei, unter anderem in Deutschland und Österreich, Luxemburg und Monaco. Es ist der vorläufige Höhepunkt in einem bald schon zwei Jahre dauernden Wirtschaftskrimi um Immobiliendeals, mutmaßliche Bilanztricks und mögliche Scheingeschäfte.
Verdacht auf Bilanzmanipulation:Großrazzia beim Immobilienkonzern Adler
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175 Beamte, 21 Objekte, ein Verdacht: Das Unternehmen könnte die Bilanzen aufgebläht und Scheinverträge geschlossen haben. Ermittelt wird auch gegen einen schillernden Geschäftsmann mit langer Geschichte.
Von Stephan Radomsky

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