Internetkonzern:Medienhäuser klagen gegen Google

Internetkonzern: Das Logo des Internetkonzerns Google.

Das Logo des Internetkonzerns Google.

(Foto: Steve Marcus/REUTERS)

Die Unternehmen, angeführt vom Axel-Springer-Verlag, werfen Google vor, sich bei Online-Werbung wettbewerbswidrig verhalten zu haben.

Wegen angeblich wettbewerbswidrigen Verhaltens bei Online-Werbung haben Dutzende Medienunternehmen um den Axel Springer Verlag Google verklagt. Zum Ausgleich entstandener Verluste solle der Internet-Konzern 2,3 Milliarden Euro zahlen, teilten die Anwaltskanzleien der Kläger, Geradin Partners sowie Stek, am Mittwoch mit. "Ohne den Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch Google hätten die Medienunternehmen deutlich höhere Werbeeinnahmen erzielt und niedrigere Gebühren für Dienstleistungen rund um Online-Werbung gezahlt. Diese Mittel hätten in die Stärkung der europäischen Medienlandschaft reinvestiert werden können", argumentieren sie.

Um ihre Forderungen zu untermauern, verwiesen die 32 klagenden Unternehmen auf eine 220 Millionen Euro schwere Strafe, die Frankreich Google wegen angeblichem Fehlverhalten im Geschäft 2021 mit Online-Anzeigen auferlegt hatte. Die Europäische Union (EU) denkt zudem darüber nach, Google, eine Tochter des Alphabet-Konzerns, zum Verkauf dieser Sparte zu zwingen.

Das Unternehmen hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Google machte 2022 mit Online-Werbung einen Umsatz von 224,5 Milliarden Dollar. Das waren knapp 80 Prozent der Erlöse des Gesamtkonzerns. Experten zufolge landen weltweit etwa 28 Prozent sämtlicher Ausgaben für Internet-Anzeigen in den Taschen von Google.

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