Konsumverhalten:Deutschland droht ein Trinkgeld-Teufelskreis

Lesezeit: 4 min

Konsumverhalten: Für viele Servicekräfte ist das Trinkgeld ein wichtiger Baustein ihres Gehalts.

Für viele Servicekräfte ist das Trinkgeld ein wichtiger Baustein ihres Gehalts.

(Foto: Daniel Gonzalez/imago)

Zehn Prozent Trinkgeld? In Zeiten steigender Inflation ist das für viele Menschen plötzlich nicht mehr selbstverständlich. Dabei sind viele Mitarbeiter auf das Geld angewiesen.

Von Helena Ott

Eine solche Sparsamkeit hat Raffaella De Lio noch nicht erlebt. Die 65-Jährige ist in der Gastronomie aufgewachsen und hat schon mehrere Restaurants in München geleitet. Seit 2019 betreibt die gebürtige Italienerin das "Da Raffaella" im Münchner Arbeiterviertel Giesing. "Früher waren die Leute hier sehr großzügig, aber seit der Inflation sind sie ganz genau mit ihrem Geld", sagt De Lio. Hätten ihre Service-Mitarbeiter vor der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine häufig an einem Abend 100 bis 150 Euro Trinkgeld eingesammelt, seien es heute nur noch knapp zehn bis 15 Euro. Obwohl nicht weniger Gäste zu ihr kämen, sagt De Lio.

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