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Flüchtlinge:Dax-Konzerne geben 54 Flüchtlingen einen Arbeitsplatz

Die Deutsche Post hat von allen Dax-Konzernen bisher am meisten Flüchtlinge fest angestellt

(Foto: AFP)
  • Bislang haben lediglich 54 Flüchtlinge eine Festanstellung in einem Dax-Konzern bekommen.
  • 50 von ihnen haben einen Job bei der Deutschen Post gefunden.

Als im späten Sommer des vergangenen Jahres eine Rekordzahl an Flüchtlingen nach Deutschland einreiste, war die Stimmung in der Wirtschaft positiv. Im besten Fall, so sagte es beispielsweise Daimler-Chef Dieter Zetsche im September, könnten die vielen Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen "eine Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder" werden.

Eine neue Umfrage könnte nun jedoch für Ernüchterung sorgen. Denn sie zeigt: Die Zahl der Flüchtlinge, die eine Festanstellung bei einem Dax-Konzern haben, ist verschwindend gering. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, ergab ihre Umfrage, dass in den 30 Dax-Konzern gerade einmal 54 feste Stellen von Flüchtlingen besetzt sind. Und diese entfielen auf lediglich drei Unternehmen. Die Deutsche Post beschäftigt demnach 50 Flüchtlinge, der Software-Entwickler SAP und der Pharmakonzern Merck jeweils zwei.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit 131 000 Flüchtlinge arbeitslos gemeldet. Von ihnen hat allerdings nur jeder Vierte eine formale Berufsausbildung. Zudem müssen viele erst Sprachkenntnisse erwerben.

Viele Unternehmen bieten zumindest Praktika und Ausbildungsplätze an, um Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Bei den Dax-Konzernen sind laut der Umfrage 2700 zusätzliche Plätze geschaffen worden, von denen 500 bereits besetzt sind. Auch hier hat die Deutsche Post einen deutlichen Vorsprung. Sie bietet etwa 1000 solcher Plätze an. Bei Daimler sind es etwa 300, Thyssen-Krupp bietet 230 Plätze an.

Besonders schwer tut sich der Umfrage zufolge die Finanzbranche. Die großen Banken und Versicherungen haben bislang weder Flüchtlinge fest angestellt, noch Plätze für Ausbildung oder Praktika geschaffen, heißt es in dem Bericht.