Kiel:Kieler Minister: Bund muss mehr für Offshore-Windkraft tun

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz hat den Bund aufgefordert, den Ausbau der Windenergie auf dem Meer energischer voranzutreiben. "Aktuell sind knapp 6,4 Gigawatt Offshore-Leistung am Netz und das für 2030 gesteckte Ausbauziel der Bundesregierung liegt bei 15 Gigawatt", sagte der FDP-Politiker mit Blick auf die am Mittwoch in Friedrichshafen beginnende Nationale Maritime Konferenz der Deutschen Presse-Agentur. "Um der Branche eine sichere Planungs- und Investitionsperspektive zu geben, brauchen wir einen Ausbau auf mindestens 20 Gigawatt in den nächsten zehn Jahren und auf 30 Gigawatt bis 2035." Bei dem zweitägigen Branchentreffen in Friedrichshafen ist die Offshore-Windenergie ein zentrales Thema.

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Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz hat den Bund aufgefordert, den Ausbau der Windenergie auf dem Meer energischer voranzutreiben. „Aktuell sind knapp 6,4 Gigawatt Offshore-Leistung am Netz und das für 2030 gesteckte Ausbauziel der Bundesregierung liegt bei 15 Gigawatt“, sagte der FDP-Politiker mit Blick auf die am Mittwoch in Friedrichshafen beginnende Nationale Maritime Konferenz der Deutschen Presse-Agentur. „Um der Branche eine sichere Planungs- und Investitionsperspektive zu geben, brauchen wir einen Ausbau auf mindestens 20 Gigawatt in den nächsten zehn Jahren und auf 30 Gigawatt bis 2035.“ Bei dem zweitägigen Branchentreffen in Friedrichshafen ist die Offshore-Windenergie ein zentrales Thema.

Die Bundesregierung habe trotz eines gemeinsamen Appells der Wirtschaftsministerkonferenz und der Küstenländer im vergangenen Jahr bislang keine Signale gesetzt, die Forderungen umzusetzen. „Auch mein Vorschlag, die noch verfügbaren Netzanschlusskapazitäten für Nordsee-Windparkprojekte in einer Größenordnung von 1,5 Gigawatt in diesem Jahr auszuschreiben, wurde bislang nicht aufgegriffen.“

Der Windindustrie stehe bereits jetzt eine mehrjährige Ausbaulücke bevor, sagte der Kieler Minister. In der Ostsee stünden erst ab 2021 und in der Nordsee ab 2023 wieder Netzkapazitäten für neue Offshore-Anbindungen zur Verfügung. Damit bleibe der Bund anders als die meisten europäischen Nachbarn weit hinter seinen ursprünglichen Ambitionen zurück. „Wir laufen also sehenden Auges in die Gefahr, dass die Konzerne in Deutschland entweder Arbeitsplätze abbauen oder keine neuen schaffen werden“, sagte Buchholz. „Das sollte sich die Industrienation Deutschland - auch im Sinne der Energiewende - nicht leisten.“

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