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Energie - Bentwisch:Ausbau von Energieknoten Bentwisch kommt voran

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Rostock (dpa/mv) - Der Ausbau des sogenannten Energie-Netzknotens Bentwisch bei Rostock kommt voran. Wie ein Sprecher des Energieversorger Edis AG (Fürstenwalde/Spree) am Freitag in Rostock mitteilte, hat mit dem Einbau einer 13,8 Tonnen schweren sogenannten Sammelschiene jetzt die zweite Hälfte des Vorhabens an dem für Mecklenburg-Vorpommern wichtigen Knotenpunkt begonnen. Nach der Erneuerung mehrerer Stromleitungstrassen nach Wismar, Güstrow, Ribnitz-Damgarten und zum Überseehafen Rostock werden in Bentwisch bis 2021 rund zehn Millionen Euro investiert. Ein Grund ist auch der Ausbau erneuerbarer Energien im Nordosten und auf der Ostsee.

Die 1,4 Kilometer lange Sammelschiene sei auch für Sammlung und Abtransport regenerativer Energie wichtig. Bei Bentwisch trifft das Energieversorgungsnetz der Edis auf das überregionale 380-KV-Höchstspannungsnetz des Betreibers 50Hertz GmbH. Dort werden bis zu 950 Megawatt regenerative Leistung überwiegend aus Windkraft eingespeist, wie der Sprecher erklärte. Dies entspreche der doppelten Leistung des Kohlekraftwerkes Rostock. Davon müsse gut die Hälfte über das Höchstspannungsnetz in den "energiehungrigeren Süden" abtransportiert werden.

Der 34 Jahre alte Knotenpunkt habe "existenzielle Bedeutung" für die Energieversorgung großer Nordost-Regionen. Edis betreibt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ein rund 79 000 Kilometer langes Stromleitungsnetz und in Teilen auch ein Gasnetz. Die Gruppe beschäftigt rund 2500 Mitarbeiter. Neben Bentwisch sind Lubmin, Lüdershagen und Demmin weitere wichtige "Energieknotenpunkte."

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