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Elektromobilität:Scholz will Förderung für E-Autos um zehn Jahre verlängern

Multifunktionsleuchten von Stromversorger

Elektroauto an einer Ladesäule: E-Antriebe sollen länger gefördert werden.

(Foto: dpa)

Unter anderem der Autobauer Volkswagen hatte mehr Unterstützung durch den Staat gefordert, um Elekroantrieben zum Durchbruch zu verhelfen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will offenbar die Förderung von Elektrofahrzeugen um weitere zehn Jahre verlängern. "Ich finde es industriepolitisch wichtig, dass wir unsere gegenwärtig bis 2021 begrenzten Förderprogramme für batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride auf das ganze nächste Jahrzehnt ausdehnen", sagte Scholz der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er fordert auch eine höhere Kilometerleistung von den batteriebetriebenen Fahrzeugen.

Der SPD-Politiker hatte sich vergangene Woche mit VW-Chef Herbert Diess getroffen. Der Volkswagen-Konzern hatte eine stärkere Förderung der Elektromobilität gefordert. Volkswagen will voll auf Elektroautos setzen, als Ersatz für den klimaschädlichen Verbrennungsmotor, mit dem die Hersteller ihre Emissionsgrenzen bald nicht mehr einhalten können.

Union, BMW und Daimler sind gegen die VW-Pläne

In Berlin war der Vorstoß von VW auf Widerstand gestoßen. Spitzenpolitiker der Union lehnen eine "einseitige Konzentration auf Elektromobilität" ab. Auch der Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte sich zuletzt mehrfach gegen die Festlegung auf eine bestimmte Technologie gewehrt. Wohl auch mit Rücksicht auf die süddeutschen Hersteller BMW und Daimler, die gegen den VW-Vorstoß heftig protestiert hatten. Im Gegensatz zu VW setzen sie neben Elektroautos weiter auf sogenannte Hybrid-Motoren. Sie wollen sich auch andere Möglichkeiten offenhalten, etwa Antriebe wie Wasserstoff-Brennstoffzellen.

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