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Jahresbericht:Deutsche Bahn macht Rekordverlust

Deutsche Bahn: Vorstand Richard Lutz

"Die Menschen werden in unsere Züge zurückkehren und auch ihre Güter mehr denn je umweltfreundlich auf der Schiene befördern", sagt Bahn-Konzernchef Richard Lutz.

(Foto: Christoph Soeder/dpa)

5,7 Milliarden Euro, noch nie zuvor hat der bundeseigene Konzern so viel Geld verloren. Doch die Deutsche Bahn ist weiterhin optimistisch - und ändert nichts an geplanten Investitionen.

Die Deutsche Bahn hat im Jahr 2020 in der Corona-Krise unterm Strich einen Verlust von 5,7 Milliarden Euro gemacht. Noch ein Jahr zuvor hatte der bundeseigene Konzern einen Gewinn in Höhe von 680 Millionen Euro verzeichnet. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht hervor, den die Bahn am Donnerstag vorstellte.

"Im laufenden Jahr wird sich das Geschäft nach Einschätzung des Konzerns wieder verbessern, dennoch sind erneut beträchtliche Verluste zu erwarten", teilte die Bahn mit. "Die Menschen werden in unsere Züge zurückkehren und auch ihre Güter mehr denn je umweltfreundlich auf der Schiene befördern", sagt Konzernchef Richard Lutz.

Der operative Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) belief sich auf 2,9 Milliarden Euro, nach einem Gewinn von 1,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz ging um um 4,5 Milliarden Euro auf rund 39,9 Milliarden Euro zurück. Hauptgrund ist der Einbruch der Fahrgastzahlen während der Corona-Krise. Trotzdem halten Bahn und Bund an den vor der Krise angekündigten Investitionen fest. Bis 2030 soll sich die Zahl der Fahrgäste verdoppeln. Allein in diesem Jahr sollen deshalb 12,7 Milliarden Euro in die Modernisierung des bestehenden Schienennetzes fließen.

Auch die Einstellungsoffensive geht weiter. Gespart werden soll unter anderem bei den Personalkosten. Mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft einigte sich die Arbeitgeberseite bereits im vergangenen Jahr auf eine Nullrunde für 2021. Erst im kommenden Jahr sollen Löhne und Gehälter um 1,5 Prozent steigen. Die Tarifverhandlungen mit der konkurrierenden Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) stehen allerdings noch aus.

© SZ/dpa
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