Im Frühjahr 2020 waren sie alle noch ganz aufgeregt in Tübingen. Das Coronavirus wütete gerade in seiner ersten Welle, und dennoch gab es schon diesen kleinen Lichtblick: In dem 90 000-Einwohner-Ort in Baden-Württemberg kennen Wissenschaftler womöglich bereits einen Ausweg aus dieser Pandemie. Ein Impfstoff, der Menschen vor schwerer Krankheit und Tod durch Covid-19 schützen kann. Das bis dato quasi unbekannte Unternehmen Curevac galt schnell als großer Hoffnungsträger. Spätestens als Medienberichte aufkamen, der damalige US-Präsident Donald Trump hätte Interesse an dem, was Curevac in Tübingen entwickelt - und könnte womöglich dafür sorgen, dass der fertige Impfstoff zuerst exklusiv in amerikanischen Oberarmen landet -, galt es als sicher: Hier entsteht etwas Großes.
Corona-ImpfstoffeWar es das für Curevac?
Lesezeit: 3 Min.

Einen Impfstoff von Curevac gibt es zwar. Doch der hat die 50-Prozent-Hürde knapp verfehlt.
OHDie finalen Analysen zum Impfstoff aus Tübingen enttäuschen. Auch der Bund plant offenbar weiter ohne Curevac. Doch abschreiben sollte man das Unternehmen noch nicht.
Von Christina Kunkel
