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Cum-Ex-Strafprozess:Der erste Zeuge

Auftakt Cum-Ex-Prozess in Bonn

"Alle wussten Bescheid": Drei Tage lang sitzt ein Mann im Zeugenstand, der die Aufklärung der größten Steueraffäre entscheidend vorangebracht hat.

(Foto: Lukas Schulze)

Banken, Top-Anwälte und Aktienhändler haben jahrelang mit Steuertricks die Staatskasse geplündert. Nun gibt ein Insider im ersten Cum-Ex-Strafprozess Einblick in den Finanzskandal.

Von Jan Willmroth und Nils Wischmeyer, Bonn

Die Tür öffnet sich, ein hagerer Mann betritt den Gerichtssaal, er hat jetzt seinen ersten öffentlichen Auftritt, zeigt erstmals sein Gesicht. Ein Blick in die Sitzreihen, dann eilt er zum Zeugenstand, ein violetter Stuhl, auf dem er stundenlang sitzen wird. Drei Jahre hatte er Zeit bis zu diesem Tag, fast tausend Seiten Vernehmungsprotokolle hat er gefüllt, hat erzählt, wie er als Anwalt reich wurde und es immer wieder schaffte, dem Staat einen Schritt voraus zu sein, bis eines Morgens um sechs Uhr die Polizei bei ihm klingelte.

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