bedeckt München 17°

Brexit:Britische Firmen finden immer weniger Arbeitskräfte aus der EU

Der St Peter's Square in Manchester.

(Foto: AFP)

Das schwache Pfund und die Ungewissheit im Zeichen des EU-Austritts schrecke viele ab, meldet ein Branchenverband für Personalwesen.

Britischen Firmen stehen einer Studie zufolge immer weniger Arbeitskräfte aus der EU zur Verfügung. Der Grund dafür ist offenbar der geplante Austritt aus der Union, wie der Branchenverband Recruitment and Employment Confederation (REC) mitteilt.

"Die Pfund-Schwäche und die Unsicherheit über zukünftige Einwanderungsgesetze schreckt einige EU-Bürger davon ab, in Großbritannien Stellen anzunehmen", erklärte REC-Chef Kevin Green.

Betroffen seien insbesondere die Lebensmittelbranche und das Gesundheitswesen. Allgemein stünden britischen Unternehmen für ihre offenen Stellen so wenige Arbeitskräfte zur Verfügung wie seit 16 Monaten nicht mehr.

In Großbritannien leben derzeit 3,3 Millionen EU-Ausländer. Mit 853 000 Personen sind polnische Staatsbürger unter ihnen die am stärksten vertretene Nation. Viele von ihnen arbeiten als Handwerker und Kindermädchen, Kellner oder Krankenschwester. Wie ihr Aufenthaltsstatus nach dem Brexit sein wird, ist bislang unklar - um einen britischen Pass zu beantragen, müssen Ausländer mindestens fünf Jahre auf der Insel gelebt haben. Mehr als die Hälfte der im Land lebenden Polen aber zog erst in den vergangenen fünf Jahren zu.

© SZ.de/rtr/ees
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema