bedeckt München 17°

Digitalwährung:Bitcoin knackt 50 000-Dollar-Marke

FILE PHOTO: A collection of bitcoin (virtual currency) tokens are displayed in this picture illustration

Allein seit Weihnachten hat sich der Kurs der Digitalwährung mehr als verdoppelt.

(Foto: Benoit Tessier /Reuters)

Die digitale Währung Bitcoin erreicht einen weiteren Meilenstein. Das liegt vor allem am Elektroautohersteller Tesla.

Der Bitcoin-Höhenflug hat die Digitalwährung am Dienstag erstmals in ihrer Geschichte über die Marke von 50 000 US-Dollar getrieben. Auf der Handelsplattform Bitstamp ist der Kurs zuletzt um knapp fünf Prozent auf 50 331 Dollar (knapp 41 396 Euro) gestiegen. Der Bitcoin befindet sich seit Wochen und Monaten im Höhenflug, der sich zuletzt noch einmal beschleunigte. Allein seit Weihnachten hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, seit dem Spätsommer sogar verfünffacht.

Beflügelt wurde der Kurs zuletzt vor allem durch den Elektroautos-Hersteller Tesla. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Milliardenbetrag in Bitcoin investiert und beabsichtigt, die Digitalwährung künftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Das weckt die Hoffnung, dass auch andere Unternehmen folgen könnten, was die Akzeptanz von Bitcoin steigern würde. So scheint auch das Kreditkartenunternehmen Mastercard dem Kryptogeld nicht mehr abgeneigt. Raj Dhamodharan, zuständig bei Mastercard für digitale Vermögenswerte, hatte vergangene Woche in einem Blog geschrieben, dass der Konzern Transaktionen mit ausgesuchten Kryptowährungen erlauben wolle. Darüber hinaus stehe man in engem Kontakt mit Zentralbanken, die an eigenen Digitalwährungen arbeiten.

Befeuert wird der Krypto-Währungsboom aber nicht zuletzt durch die Geldschwemme der Zentralbanken und wichtiger Industriestaaten. In der Corona-Krise haben die Notenbanken ihre ohnehin schon lockere Geldpolitik noch wesentlich großzügiger gestaltet. Die Staaten stützen Verbraucher und Unternehmen mit hohen Ausgaben, was die staatliche Schuldenlast stark steigen lässt. Daraus könnte eine erhöhte Inflation resultieren, die traditionelle Währungen entwerten würde. Einige Anleger fragen daher verstärkt alternative Anlagen wie Digitalwährungen nach.

© SZ/dpa
Zur SZ-Startseite

SZ PlusSerie "Nachhaltig anlegen"
:Rendite mit grünem Gewissen

Wer nachhaltig investieren will, hat eine große Auswahl an grünen Investmentfonds und ETFs. Nicht alle halten jedoch, was sie versprechen. Doch es gibt gute Gründe, sich nicht entmutigen zu lassen.

Von Felicitas Wilke

Lesen Sie mehr zum Thema