Versicherungen:Unwetter schmälern Allianz-Gewinn

Versicherungen: Wegen Naturkatastrophen verdient die Allianz-Versicherung weniger.

Wegen Naturkatastrophen verdient die Allianz-Versicherung weniger.

(Foto: CHARLES PLATIAU/REUTERS)

Die Schäden durch Naturkatastrophen werden für den Versicherer so teuer wie lange nicht mehr. Trotzdem sieht sich der Konzern auf Kurs.

Die schweren Unwetter in Slowenien, Österreich und Italien sind die Allianz im Sommer teuer zu stehen gekommen. Die Folgen von Naturkatastrophen kosteten den Versicherer im dritten Quartal fast 1,3 Milliarden Euro und damit knapp viermal so viel wie ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern am Freitag in München mitteilte. Der operative Gewinn brach dadurch um 15 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro ein. Vorstandschef Oliver Bäte sieht die Allianz aber auf Kurs, in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn zwischen 13,2 und 15,2 Milliarden Euro einzufahren. Nach den ersten neun Monaten liegt sie bei knapp 11 Milliarden Euro. In Deutschland verursachten vor allem die Sommerstürme mit Hagel und Starkregen hohe Schäden, wie Finanzchef Giulio Terzariol in einer Telefonkonferenz mit Journalisten erläuterte. Ein Sprecher bezifferte die Belastung hierzulande auf fast 600 Millionen Euro. Hinzu kamen Unwetter in Italien mit etwa 400 Millionen Euro und die verheerenden Überschwemmungen in Österreich, Slowenien und Kroatien. Die Allianz hatte bei ihren Kunden im Schaden- und Unfallgeschäft bereits die Prämien angehoben, um die sich mit der Inflation verteuernden Schäden aufzufangen. Insgesamt steigerte die Sparte ihr Geschäftsvolumen im dritten Quartal währungsbereinigt und auf vergleichbarer Basis um 10,8 Prozent. Der operative Gewinn im Schaden- und Unfallgeschäft brach um ein Viertel auf gut 1,4 Milliarden Euro ein. Die Schäden durch Naturkatastrophen von knapp 1,3 Milliarden Euro zehrten in der Sparte 7,3 Prozent der Einnahmen auf - so viel wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Selbst nach der schweren Flutkatastrophe in Deutschland im Juli 2021 hatte diese Quote bei 4,9 Prozent gelegen. Unter dem Strich entfiel auf die Allianz-Aktionäre im dritten Quartal ein Überschuss von gut zwei Milliarden Euro und damit fast 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

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