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Agrar - Friedrichsdorf:Landwirte halten Grundwasserschutz-Gebiete für zu groß

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Angesichts der geplanten Verschärfung der Düngeverordnung fürchten Landwirte in Hessen um ihre Zukunft. Vor allem die neuen Beschränkungen in den bereits ausgewiesenen gefährdeten Gebieten sehen sie als Gefahr für ihre Betriebe. "Das Hauptproblem ist die unverhältnismäßig große Ausdehnung der Gebiete und die Reduzierung der Düngung dort auf 20 Prozent unter Bedarf", sagte Bernd Weber, Sprecher des Hessischen Bauernverbands auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Bereits seit Monaten demonstrieren Landwirte gegen die Schutzzonen, die in der Diskussion oft als "rote Gebiete" bezeichnet werden.

Laut dem hessischen Umweltministerium wurden in Hessen 20 Prozent der Landesfläche als gefährdete Gebiete ausgewiesen. Neben größeren Flecken in Nordhessen sind vor allem das Rhein-Main-Gebiet und Südhessen betroffen. Auf Druck der EU-Kommission arbeitet Deutschland an einer Verschärfung bestehender Regelung, um Strafzahlungen zu vermeiden. Ziel ist ein besserer Grundwasserschutz. Die Landwirte werfen den Behörden unter anderem vor, durch zu wenige Messstellen zu große Gebiete unter Schutz gestellt zu haben und vor allem dort zu messen, wo hohe Nitratwerte erwartbar seien.

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