Haben & Sein:Lieben und lieben lassen

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(Foto: Ben Broomfield Photography)

Rund um den Valentinstag wird der Einzelhandel besonders laut und kreativ - vier Stil-News, die trotzdem unsere Herzen erreicht haben.

Von Anne Goebel, Max Scharnigg und Silke Wichert

Stil-Redaktionen werden bereits seit Monaten mit "Valentinstag-Edits" und "Love is in the air"-Produktreihen versorgt. In nicht so seltenen Fällen kann es da zu einer gewissen Ermüdung oder gar Abneigung gegenüber herzchenförmigem Schmuck, Schokolade, Parfüm, rosa bedruckten Tüchern und dergleichen kommen, was natürlich keineswegs heißen soll, dass man den Kram nicht verschenken darf. Nur zu! Wer daneben noch etwas wirklich Besonderes zum Schenken, Kaufen oder Tragen am Valentinstag sucht: Dieses Kleid der britischen Designerin Simone Rocha mit langstieligen, eingenähten Rosen im semitransparenten Rock war schon vergangenen September auf dem Laufsteg eine Sensation. Im Rahmen der British Academy Film Awards (Bafta) im Januar trug die Schauspielerin Rosamund Pike nun den Entwurf und sah damit derart frisch aus, dass eingenähte Blumen demnächst sicher noch häufiger zu sehen sein werden (simonerocha.com).

Fleurop Fashion

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(Foto: &other stories)

Jede Frau (und jeder Mann) kann sich selbst Blumen kaufen, vor allem am Valentinstag: I can buy myself flowers, das weiß man nicht erst seit Miley Cyrus. Anstelle eines rasch verwelkten Bouquets aus Heideröslein oder gefransten Tulpen besser geeignet als Eigengeschenk: etwas, das nachhaltig Freude macht, am besten eine ganze Saison lang. Eine frühlingshafte Auswahl bietet die neue "Savoir Spring Collection" von &Other Stories, etwa mit floral gemusterten Leggings (sie sind wieder da), passendem Shirt und Sandalen mit Blütenabsatz. Und ein bisschen Nostalgie ist auch mit dabei: In der dazugehörigen Kampagne werden die Stücke von Kirsty Hume getragen, dem Ex-Supermodel aus den Neunzigern mit dem Meerjungfrauen-Haar. Das ist inzwischen silberblond (stories.com).

Süß in retrofuturistisch

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(Foto: Annette Sandner)

Bisher stand vor einem süßen Abschluss à la Tantris meist ein ganzes Menü. Münchner kommen jetzt dank des ersten Pop-up-Stores des Spitzenrestaurants schneller und einfacher in den Genuss. Bis zum Valentinstag haben sie im Traditionskaufhaus Lodenfrey am Dom noch die Gelegenheit, ausgewählte Schokolade-Spezialitäten aus dem Reich von Chefpâtissier Maxime Rebmann zu kosten und ein bisschen Tantris-Feeling mit nach Hause zu nehmen. Der exzentrische und längst legendäre retrofuturistische Stil des Restaurants schlägt sich auch in den Formen der Schokolade wieder - exklusive Geometrien und die berühmten Tantris-Drachen als filigrane Schoko-Skulpturen gibt es ebenso wie ausgefallene Geschmackskombinationen. Extra für den Valentinstag entwickelte Rebmann eine Schokoladentafel zum Beispiel aus einer Ganache, die mit grünem Tee und kandierten Rosenblüten aromatisiert wurde. Wer seinem Partner die Sterne vom Himmel holen möchte, könnte das ja symbolisch mit Sterne-bekränzter Schokolade unterstreichen.

Evergreen

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(Foto: Frédéric Malle)

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose - und jetzt kommt noch eine Rose. Parfüm darf am Valentinstag natürlich nicht fehlen, weil Liebe nämlich nicht durch den Magen, sondern vor allem durch die Nase geht. Laut dem hochgeschätzten Duftverleger Frédéric Malle ist die Rose für die Parfümerie das, was der Akt für die Zeichnung ist. Also eines der ältesten und vielfältigsten Genres. Ob pur, futuristisch, raffiniert oder sogar synthetisch: Jeder Parfümeur hat seine eigene Interpretation dieser Blume, des konzeptionellsten Themas der Parfümerie. Wer jetzt wirklich noch einen Grund braucht, sich einen Parfüm-Akt zuzulegen oder zu verschenken - von Malle kommen gleich drei von drei Meisterparfümeuren: "Portrait of a Lady" von Dominique Ropion (Deckname "Rose Overdose"), "Rose & Cuir" von Jean-Claude Ellena und "Rose Tonnerre" von Edouard Fléchier (fredericmalle.eu).

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