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Balkonzeit:Blühende Weinkisten

Schmetterlinge, Frösche, Grünpflanzen in Weinbehältern. Das Ehepaar Bastian und Annika von den Eichen erzählt in unserer Serie "Balkonzeit", wie man sich auf wenigen Quadratmetern viel Natur nach Hause holt. Immer dabei: idiotensichere Hülsenfrüchte.

Von Tanja Mokosch

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Quelle: Von den Eichen

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Die Geranien gehen ein, die Tomate lässt die Blätter hängen und die Plastiksitzgarnitur sieht kaum einladend aus? In der Serie "Balkonzeit" zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Oase an der frischen Luft richtig nutzen und mit einfachen Tricks zu etwas Besonderem machen - mit Fischteich, Chill-Ecke oder Gemüsebeet.

In dieser Folge erklärt das Ehepaar Bastian und Annika von den Eichen selbst, wie es sich auf wenigen Quadratmetern viel Natur nach Hause holte:

"Ein paar alte Weinkisten zu Regalen umfunktionieren kann jeder - und es sieht trotzdem toll aus. Wir haben sie zum Glück noch billig gekauft, inzwischen kann man dafür jede Menge Geld ausgeben, weil alle sie haben wollen. Man kann aus den Kisten aber noch mehr machen."

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Quelle: Von den Eichen

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"Aus dieser Weinkiste haben wir vergangenes Jahr einen Blumenkasten gebastelt. Zuerst hatten wir einen Müllsack hineingetackert und ihn mit Erde befüllt - dann wollten wir Radieschen und Möhren darin anbauen. Das hat leider nicht so gut funktioniert."

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"Dieses Jahr haben wir die Gemüsekiste mit Tomaten bepflanzt. Die stehen schon viel besser da. Der große Unterschied ist: Wir haben den Müllsack durch einen alten Kartoffelsack aus Jute ersetzt. Das sieht nicht nur schöner aus, überflüssiges Wasser kann so einfach ablaufen.

Mit Bohnen und Chili haben wir das auch schon versucht. Das hat wunderbar geklappt - Bohnen sind idiotensicher. Wir ziehen sie drinnen auf der Fensterbank vor, und wenn das Wetter es zulässt, kommen sie nach draußen."

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Quelle: Von den Eichen

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"Da wir in einer Mietwohnung und außerdem nicht im Erdgeschoss wohnen, haben wir keinen Garten. Deswegen sind wir, so oft es geht, draußen und gestalten den Balkon so schön wie möglich", sagt Bastian von den Eichen. "Die Begeisterung für dieses 'Naturprojekt' hat verschiedene Gründe: Meine Eltern haben mir, als ich ein kleiner Junge war, ein kleines Gewächshaus geschenkt - da hatte ich immer Spaß dran. Das habe ich bis heute beibehalten."

Für Annika von den Eichen spielt auch der ökologische Gesichtspunkt eine Rolle: "Bei den Tomaten, die wir ernten, wissen wir garantiert, dass sie nicht gespritzt sind. Es ist uns wichtig zu wissen, wo das, was wir essen, herkommt."

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"Schon wieder sind wir beim Wein: Aus diesem alten Weinfass haben wir einen kleinen Teich gebastelt. Dazu muss man nur das Fass mit einer Teichplane auskleiden und ein paar Teichpflanzen einsetzen. In unserem Fass haben wir inzwischen zwei Goldfische."

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"Wir legen Wert auf Details. Im Wald haben wir mal ein schönes altes Brett gefunden und einfach einen Haken angeschraubt. Daran hängt jetzt ab und zu ein Windlicht oder auch mal ein Blumentopf."

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Quelle: Von den Eichen

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"Um den Platz auf dem Balkon richtig ausnutzen zu können, haben wir ein Regal für Blumen und Kräuter gebaut. Auf den verschieden großen Böden ist Platz für Töpfe. An die obere Stange können kleinere Töpfe gehängt werden. Außerdem kann man die Blumenleiter als Rankhilfe für Kletterpflanzen verwenden. Eine Anleitung zum Nachbauen haben wir auf unserem Blog veröffentlicht."

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"Wir machen viel selbst und bauen nach, was wir irgendwo mal gesehen haben. So kann man die Dinge in Farbe, Form und Größe dem eigenen Geschmack besser anpassen."

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Quelle: Von den Eichen

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"Voriges Jahr haben wir Schmetterlingsraupen gefunden. Die haben wir nach Hause mitgenommen und geguckt, um welche Art es sich handelt."

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Quelle: Von den Eichen

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"Wir haben sie aufgezogen und abgewartet, bis sie sich verpuppt haben."

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Quelle: Von den Eichen

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"Dieses Jahr haben wir das wieder gemacht. Vor ein paar Wochen sind die Schmetterlinge geschlüpft, das ist immer schön zu beobachten. Danach lassen wir sie natürlich frei.

In unserem Teich hatten wir auch mal Kaulquappen. Als die kleinen Kröten herausgekrabbelt sind, haben wir sie dahin zurück gebracht, wo wir sie gefunden hatten."

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"Der Sohn einer Familie in unserem Haus geht in die erste Klasse. Er kommt immer mal wieder hoch und fragt: 'Was habt ihr denn gerade, was kann ich mir angucken? Wie geht's den Kaulquappen?'"

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"Wir sind seit drei Jahren verheiratet und leben in Detmold bei Bielefeld. Der Balkon ist unser gemeinsames Hobby. Wir haben beide Kunst studiert und uns im Studium kennengelernt - das kreative Schaffen an der frischen Luft ist ein guter Ausgleich zu Studium und Beruf."

Gemüsebeet, Bierkistenbank oder Zengarten: Wenn auch Ihr Balkon etwas Besonderes ist, schicken Sie eine E-Mail mit aussagekräftigen Bildern an leben@sz.de - Betreff: "Balkonzeit".

© Süddeutsche.de/tam/vs/rus
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