Tennis:Dritter Corona-Fall in Wimbledon

Lesezeit: 1 min

Tennis: Matteo Berrettini (rechts) und Novak Djokovic standen im vergangenen Jahr im Wimbledon-Finale. Berrettini musste nach einem Positiv-Befund bereits aussteigen.

Matteo Berrettini (rechts) und Novak Djokovic standen im vergangenen Jahr im Wimbledon-Finale. Berrettini musste nach einem Positiv-Befund bereits aussteigen.

(Foto: Steven Paston/AP)

Auch der Spanier Roberto Bautista Agut muss aus dem Rasen-Tennisturnier aussteigen - Novak Djokovic übt Kritik am neuen Sicherheitsprotokoll des Grand Slams.

Von Gerald Kleffmann, Wimbledon

Das Coronavirus wird zunehmend zum Problem beim Rasen-Tennisturnier in Wimbledon. Roberto Bautista Agut zog seinen Start vor seinem Zweitrundenmatch gegen den Kolumbianer Daniel Elahi Galan wegen eines positiven Tests zurück. Der Spanier war an Nummer 17 gesetzt und zählte zum erweiterten Kreis der Favoriten. 2019 hatte Bautista Agut das Halbfinale im All England Club erreicht.

Zuvor mussten bereits Vorjahresfinalist Matteo Berrettini aus Italien und der Kroate Marin Cilic aussteigen, ebenfalls aufgrund positiver Corona-Befunde. Cilic hatte 2017 im Wimbledon-Finale gestanden. Tests wie im vergangenen Jahr sind nicht mehr vorgeschrieben, Masken sieht man kaum noch bei Profis und Zuschauern. Auch unter Medienvertretern häufen sich die positiven Fälle. Auf die Anlage des All England Club strömen jeden Tag bis zu 42 000 Zuschauer.

Kritik an den Sicherheitsmaßnahmen äußerte Titelverteidiger Novak Djokovic. "Vor einigen Monaten noch hatten wir so strenge Regeln. Und jetzt kann ein Spieler, wenn er einen positiven Corona-Test hat, theoretisch selbst entscheiden, ob er spielt oder nicht", sagte der 35-Jährige, der selbst zweimal mit dem Virus infiziert war und bis heute ungeimpft ist.

"Das ergibt für mich keinen Sinn, so kurz nach alledem, was wir durchgemacht haben", sagte Djokovic. Für Aufsehen hatten auch Äußerungen der Spielerin Alizé Cornet gesorgt. Der Sporttageszeitung L'Équipe sagte die Französin, dass es kürzlich bei den French Open ein "Stillschweigeabkommen" unter Spielern gegeben hätte; positive Befunde seien nicht öffentlich bekannt gegeben worden.

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