BVB-Aus im DFB-Pokal Reus muss früh raus

Rashica stocherte in der 5. Minute einen Freistoß von Kruse zur frühen Führung ins Tor. Da war Oelschlägel aber machtlos. Dortmunds Stadionsprecher Norbert Dickel - vor 30 Jahren Pokalheld, als er im Finale 1989 gegen Werder Bremen beim 4:1-Triumph zwei Tore geschossen hat - hatte Recht gehabt, als er vor dem Spiel prophezeite: "Gegen Werder ist's immer schwer." Diese Erkenntnis behielt auch Bestand, als die Dortmunder nach etwa zehn Minuten die Kontrolle übernahmen.

Sie umgarnten mit vielen Pässen den Bremer Strafraum, fanden aber kaum eine Lücke. Werder hatte sich im einen (0:0 gegen Brügge) oder anderen (1:2 in Düsseldorf) BVB-Spiel der Hinrunde gut abgeschaut, wie man die Dortmunder Offensive durch massive Verdichtung entschärft. Es bedurfte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit eines 20-Meter-Freistoßes, damit Marco Reus einmal ungestört aufs Tor schießen konnte - mit Erfolg: Er schlenzte zum 1:1-Pausenstand ein.

Für Reus war es die letzte Aktion des Spiels, er kam nach der Pause wegen Leistenbeschwerden nicht zurück aufs Feld. Stattdessen nahm Paco Alcácer die Offensivposition an der Seite von Mario Götze ein. Der Spanier war allerdings vor dieselben Probleme gestellt wie zuvor Reus: Bremen lauerte mit diebischer Freude auf Balleroberungen zum Zwecke des Konters. Das machte es für die Dortmunder gefährlich. In der 54. Minute musste Oelschlägel einen flachen Fernschuss von Kruse parieren. Danach stand er wieder meistens weit vor seinem Strafraum.

Borussia Dortmund hat eine geduldige Mannschaft, Favre ermahnt seine Spieler vom Rand stets, nicht zu überdrehen. Und mit der Verlängerung im Hinterkopf - diese hatten sie ja auch schon in Runde eins in Fürth und in Runde zwei gegen Union Berlin in Anspruch genommen - spielten sie es gefühlt noch einmal gelassener herunter. Das Ganze aber ging diesmal bis zum bitteren Ende, zu dem die Bremer Claudio Pizarro, Maximilian Eggestein, Davy Klaassen und Kruse ihre Elfmeter alle verwandelten.

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