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Weitere WM-Qualifikationsspiele:Remis für die Unbesiegbaren, Erfolg für Austria

Spanien ärgert sich über ein spätes Gegentor gegen Frankreich, Österreich kann doch noch gewinnen: Franck Ribéry & Co. entführen einen Punkt aus Madrid, während David Alaba beim 4:0 der ÖFB-Elf gegen Kasachstan brilliert. Ebenso stark agiert Rafael van der Vaart, der mit Holland Rumänien besiegt, auch Italien gewinnt - die Partie Polen gegen England muss abgesagt werden.

Spain v France - FIFA 2014 World Cup Qualifier

Enttäuschung kurz vor Schluss: Fernando Torres ärgerte sich beim 1:1 seiner Spanier gegen Frankreich. 

(Foto: Getty Images)

Wie man ein Spiel kurz vor Schluss vergeigt, mussten an diesem Abend nicht nur die Deutschen erleben, sondern auch der sonst kaum bezwingbare Welt- und Europameister. Spanien hat im dritten Qualifikationsspiel zur WM 2014 überraschend den ersten Punktverlust erlitten - was vor allem daran lag, dass die Iberer das erste Gegentor in der dritten Partie kassierten. Im Spitzenspiel gegen das bisher ebenfalls zweimal siegreiche Frankreich kamen die Gastgeber in Madrid nur zu einem 1:1 (0:0).

Den Führungstreffer für Spanien erzielte Innenverteidiger Sergio Ramos von Meister Real Madrid in der 25. Minute. Doch die spanische Offensivkunst kam diesmal nicht wie gewohnt zum Ausdruck - und so schlugen die Franzosen zurück. Lukas Podolskis Arsenal-Kollege Olivier Giroud erzielte in der dritten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich für die Gäste.

Für Real gab es indes eine erneute schlechte Nachricht. Abwehrspieler Alvaro Arbeloa musste mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden. Den Madrilenen fehlt damit neben Marcelo und Fabio Coentrao ein weiterer Außenverteidiger. Bayerns 40-Millionen-Mann Xavi Martinez saß 90 Minuten auf der Bank.

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Eine Spielabsage in Polen, wundersame Österreicher und kämpferische Italiener - so ließen sich die Ereignisse auf den anderen Plätzen dieses Fußballtages treffend zusammenfassen. Während Deutschland und Spanien sich über inkonsequente Leistungen ärgerten, gelang ausgerechnet der sonst so darbenden Austria ein klarer Erfolg.

Dank eines überragenden David Alaba von Bayern München hat sich die Mannschaft von Nationaltrainer Marcel Koller mit dem 4:0 (1:0) über Kasachstan und gleichzeitig ersten Sieg in der WM-Qualifikation für die torlose wie blamable Vorstellung am vergangenen Freitag im Hinspiel rehabilitiert. Dagegen musste die Partie der Polen gegen England in Warschau nach sintflutartigen Regenfällen trotz einstündiger Wartezeit endgültig vertagt werden - Nachholtermin soll jetzt Mittwoch um 17 Uhr sein.

In Wien avancierte derweil Bundesliga-Profi Alaba mit zwei Torlagen und einem Treffer (71.) zum Helden für sein Heimatland. Der gerade von einem Mittelfußbruch genesene 20-Jährige, den Koller entgegen dem Wunsch seines Münchner Kollegen Jupp Heynckes aufgeboten hatte, lieferte zudem jeweils per Kopfball die Vorlagen zu den Toren von Marc Janko (24. und 63.). Den Schlusspunkt setzte der Stuttgarter Martin Harnik (90.). Österreich (vier Punkte) wahrte damit in der deutschen Gruppe C seine Chance auf ein Ticket zur Endrunde, während sich Irland vier Tage nach der 1:6-Abfuhr gegen Deutschland auf den Färöer zum 4:1 (0:0) mühte.

Marc Wilson (46.) und Jon Walters (53.) brachen das Eis erst nach dem Wechsel. Ein Eigentor von Pol Justinussen (73.) sowie Darren O'Dea (88.) machten den Sieg perfekt. Damit festigte das Team von Coach Giovanni Trapattoni seinen dritten Platz mit nunmehr sechs Zählern hinter Schweden und der DFB-Auswahl.

Van der Vaart trifft, Hitzfeld siegt

In Mailand hatte Vize-Europameister Italien wenig Probleme und behauptete die Tabellenführung in der Gruppe B mit einem 3:1 (2:1) gegen Dänemark, das seine WM-Teilnahme angesichts von nur zwei Punkten aus drei Spielen schon frühzeitig zu verspielen droht. Riccardo Montolivo (33.), Daniele De Rossi (37.) und Mario Balotelli (54.) trafen für die Squadra Azzurra, der Stuttgarter William Kvist (45.) für die Dänen.

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Schockstarre nach der Gemütlichkeit

Mit der maximalen Ausbeute von 12 Punkten aus vier Spiele bei 8:0 Toren führt Russland Russen nach dem überraschend mühevollen 1:0 gegen das von Berti Vogts trainierte Aserbaidschan die Gruppe F an und scheint unter seinem neuen Trainer Fabio Capello zu alter Stärke zurückzukehren. Ebenfalls keine Probleme hatte die Niederlande, die das Spitzenspiel beim Gruppen-Zweiten Rumänien souverän mit 4:1 (3:1) gewann. Jeremain Lens (9.), Bruno Martins (29.), Rafael van der Vaart (45, Elfmeter) und Robin van Persie (86.) erzielten die Treffer.

Torjäger Klaas-Jan Huntelaar saß 90 Minuten auf der Bank, während dessen Schalker Teamkollege Ciprian Marica (40.) für die Gastgeber traf. Dagegen dürften die WM-Träume der Türken (drei Punkte) in dieser Gruppe nach dem 1:3 (1:1) in Ungarn bereits geplatzt sein. Der Wolfsburger Bundesliga-Torhüter Diego Benaglio hielt die Schweiz auf Island in der torlosen Halbzeit im Spiel.

EM-Halbfinalist Portugal musste dagegen die nächste Enttäuschung hinnehmen. Die Südeuropäer kamen in Porto nur zu einem 1:1 (0:1) gegen Nordirland, nachdem sie bereits bereits am Freitag 0:1 in Russland verloren hatten. Niall McGinn (30.) erzielte im Estadio Dragao den Führungstreffer für die Briten. Helder Postiga von Real Saragossa rettete den Gastgeber mit seinem Treffer in der 79. Minute zumindest noch einen Punkt. Die Mannschaft um Cristiano Ronaldo liegt in der Gruppe F nach vier Spielen bereits fünf Punkte hinter den führenden Russen (12) zurück und sogar noch hinter Israel (7).

Trainer Ottmar Hitzfeld, gegen den die Disziplinar-Kommission des Weltverbandes Fifa wegen des "Stinkefingers" am vergangenen Freitag gegen Norwegen (1:1) ermittelt, dürfte diesmal nicht der Schiedsrichter, sondern die Vorstellung der Eidgenossen die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben. Durch den Treffer des Schalkers Tranquillo Barnetta (66.) sowie des früheren Schalkers Mario Gavranovic (79.) zum schmeichelheften 2:0 (0:0) gegen Island festigte die Schweiz schließlich die Tabellenführung in der Gruppe E.