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Volleyball - Berlin:Volleys noch ohne Rhythmus: "Haben einen Punkt verschenkt"

BR Volleys
Die Berlin Volleys treffen am Sonntag auf die Grizzlys Giesen. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Berlin (dpa/bb) - Kaweh Niroomand sah sich angesichts des 3:2-Siegs der BR Volleys im Berlin-Brandenburg-Derby als Hellseher bestätigt. "Wir haben am Tag vorher noch eine Besprechung gehabt, da habe ich genau diesen Spielverlauf vorausgesagt", sagte der Manager des deutschen Volleyball-Meisters am Donnerstagabend. Seine Mannschaft hatte sich gegen die Netzhoppers KW-Bestensee nach einem 0:2-Satzrückstand noch zum knappen Erfolg gequält.

Wegen der beiden verlorenen Sätze heimsten die BR Volleys nur zwei der drei Punkte ein. Und Trainer Cedric Enard war sauer: "Auf diese Art und Weise dürfen wir unsere gute Ausgangsposition nicht verspielen", schimpfte der Franzose. "Wir haben einen Punkt verschenkt. Anfangs waren wir einfach zu harmlos."

Schon am Sonntag (17.00 Uhr/sporttotal.tv) wartet bei den Grizzlys Giesen die nächste unangenehme Aufgabe auf die BR Volleys. Die Niedersachsen sind zwar nur Tabellenzehnter, ließen aber mit einem 3:0-Überraschungssieg bei den Volleys Herrsching aufhorchen.

Für Niroomands vorauseilende Skepsis vor dem Derby gegen die Netzhoppers gab es einen triftigen Grund. "Wir haben nach den drei Wochen Spielpause noch keinen Rhythmus", sagte er. Nach den beiden verlorenen ersten Sätzen rechnete der Manager sogar schon mit der ersten Saisoniederlage der Volleys im 13. Bundesligaspiel. "Das sah ja zwischenzeitlich schon so aus, als ob wir 0:3 verlieren würden."

Allerdings traten die BR Volleys auch mit einer Art B-Mannschaft an. In Samuel Tuia und Benjamin Patch sind zwei wichtige Angreifer weiterhin verletzt. Und die Nationalspieler Moritz Reichert, Julian Zenger (beide Deutschland) sowie Nicolas Le Goff (Frankreich) hatten sich bis zum 10. Januar in der Olympiaqualifikation abgemüht. Bis kurz vor dem Derby war das Trio vom Vereinstraining befreit worden. Kapitän Reichert musste dann aber als Einwechselspieler über weite Strecken mithelfen, die Blamage gegen die Netzhoppers abzuwenden.

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