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US Open:Julia Görges kämpft sich in die zweite Runde

Julia Görges, hier im Halbfinale von Wimbledon, hat den Einzug in die zweite Runde der US Open geschafft.

(Foto: AP)

Die Wimbledon-Halbfinalistin hat mehr Mühe mit ihrer Gegnerin als erwartet. Simona Halep, Nummer eins der Damen, schied überraschend aus. Auch Zverev ist raus.

Wimbledon-Halbfinalistin Julia Görges hat sich mit mehr Problemen als erwartet in die zweite Runde der US Open gekämpft. Die Weltranglisten-Neunte aus Bad Oldesloe setzte sich gegen die 19 Jahre alte Qualifikantin Anna Kalinskaja aus Russland nach 2:12 Stunden 6:2, 6:7 (5:7), 6:2 durch. Am Mittwoch trifft Görges auf Kalinskajas Landsfrau Jekaterina Makarowa.

Wie Görges ist Carina Witthöft eine Runde weiter. Die Hamburgerin bezwang die Amerikanerin Caroline Dolehide am Montag mit 6:3, 7:6 (8:6) und wehrte im Tiebreak des zweiten Durchgangs einen Satzball ab. Witthöft trifft am Mittwoch auf die langjährige Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den USA. Die Gewinnerin von 23 Grand-Slam-Titeln ließ der Polin Magda Linette nach anfänglichen Problemen beim 6:4, 6:0 keine Chance.

Auch Tatjana Maria zog in die zweite Runde der US Open in New York ein. Die 31-Jährige aus Bad Saulgau, die seit Jahren in Florida lebt, gewann mit einem couragierten Auftritt gegen die frühere Wimbledonfinalistin Agnieszka Radwanska (Polen) 6:3, 6:3. In der zweiten Runde trifft Maria auf die an Position sieben gesetzte Ukrainerin Jelena Switolina.

Simona Halep dagegen entlud ihre Wut auf alles, was sie irgendwie greifen konnte: Sie zertrümmerte einen Schläger, prügelte Bälle auf die Tribüne und malträtierte immer wieder ihr Handtuch. Es half nichts, sie verlor gleich ihre erste Partie bei den US Open gegen Kaia Kanepi (Estland) mit 2:6, 4:6. Die Rumänin ist erst die sechste topgesetzte Spielerin in der Geschichte des Profitennis, die bei einem Grand-Slam-Turnier zum Auftakt scheitert - bei den French Open 2017 hatte es Angelique Kerber erwischt, Steffi Graf 1994 in Wimbledon.

Kanepi war mutiger an diesem Vormittag im neuen Louis Armstrong Stadium, sie trieb ihre Gegnerin immer wieder mit krachenden Vorhand-Schlägen in die Ecken des Spielfeldes, rückte konsequent ans Netz und beendete zahlreiche Punkte mit gefühlvollen Stopps. Halep dagegen agierte nervös, leistete sich viele leichte Fehler und verlor bei 4:4 im zweiten Satz trotz 40:15-Führung ihr Aufschlagspiel. Das Comeback, das sich angedeutet hatte, es war vorbei. "Der Schlüssel war, dass ich auch in der kniffligen Phase im zweiten Satz aggressiv geblieben und nicht nervös geworden bin", sagte Kanepi, "Es ist besonders, die erste offizielle Partie in diesem neuen Stadion gewonnen zu haben."

Mischa Zverev hat den möglichen Einzug in die zweite Runde der US Open vergeben und ist als dritter von neun deutschen Tennis-Herren in New York ausgeschieden. Der 31 Jahre alte Hamburger verlor am Montag 6:4, 6:2, 4:6, 6:7 (2:7), 2:6 gegen den ehemaligen Juniorensieger Taylor Fritz aus den USA. Der letztjährige Achtelfinalist Zverev führte im dritten Satz bereits 4:2 und lag im vierten mit einem Break 4:3 vorn. Nach 3:48 Stunden musste sich der ältere Bruder von Alexander Zverev dem 20-jährigen Fritz aber noch geschlagen geben.

© SZ.de/sid/jüsc/fie

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