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Uli Hoeneß:"Ich rate Matthias, weniger über Bayern zu reden"

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Uli Hoeneß ärgert sich in China über Matthias Sammer.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Uli Hoeneß reagiert mit deutlichen Worten auf Kritik von Matthias Sammer am FC Bayern München.
  • "Ich würde dem Matthias dringend raten, in seinem neuen Job relativ wenig über Bayern zu reden", sagte der Klubpräsident.
  • Sammer hatte ein Plädoyer für Thomas Müller gehalten und dem FC Bayern Ratschläge gegeben.

Kaum hat Matthias Sammer sein neues Amt als Experte des TV-Senders Eurosport angetreten, schon ist der frühere Sportvorstand bei den alten Kollegen des FC Bayern angeeckt. Präsident und Aufsichtsrats-Chef Uli Hoeneß hat auf der Asien-Reise der Münchner mit deutlichen Worten auf Sammers Kritik am Umgang mit Thomas Müller reagiert: "Ich habe das nicht gelesen. Aber ich würde dem Matthias dringend raten, in seinem neuen Job relativ wenig über Bayern zu reden", sagte er auf Nachfrage von Bild zu Äußerungen Sammers über die sportliche Situation des Nationalstürmers.

Müller sei "ein Freigeist und müsse diese Freiheiten auch spüren", hatte Sammer als Experte des neuen Bundesliga-Senders gesagt: "Er ist ein Idol - die Seele und Zukunft des FC Bayern. Und das sollte auch der Klub verstehen!", ergänzte er, "wahrscheinlich ist so ein Spielertypus für Carlo Ancelotti auch neu. Rummenigge und Hoeneß müssen einwirken, wie wichtig so ein Typus in der Geschichte des FC Bayern war - und in Zukunft ist!"

Thiago tritt die Heimreise an

Hoeneß riet Sammer, auch deshalb wenig über den Rekordmeister zu sagen, weil er überzeugt sei, "dass er gegen Bayern gar nichts hat". Sammer müsse jedoch wissen, "dass er für das Geld, das er jetzt verdient, immer wieder provokative Fragen zum FC Bayern kriegen wird, aus denen er sich nicht immer herauswinden kann. Und das führt dann zu solchen Geschichten wie gestern. Wenn er gut beraten ist, wird er in Zukunft über Bayern wenig reden." Nach der Verpflichtung von James Rodriguez ist eine Debatte darüber entfacht, ob Müller damit künftig noch schlechtere Aussichten habe, auf seiner Lieblingsposition als hängende Spitze bei Bayern zu agieren.

Verzichten müssen die Münchner im weiteren Verlauf der Asien-Reise auf Thiago. Der Spanier trat am Donnerstagabend verletzt die Heimreise an, da er wegen eines Schlages auf die linke Wade und den daraus folgenden kleinen Einblutungen nicht am Mannschaftstraining sowie an den folgenden Testspielen teilnehmen kann. "Wir haben gemeinsam mit dem Spieler und unserem Ärzteteam entschieden, dass Thiago sein individuelles Programm an der Säbener Straße fortsetzen wird", sagte Trainer Ancelotti.

© SZ.de/SZ/sid/sonn

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