Torhüter in der Bundesliga:"Kein Torwartproblem"

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So gesehen, ist Dutt das 4:4 in Hoffenheim gerade recht gekommen, "da konnte Sebastian mal sehen: Aha, an anderen Standorten gibt's auch Torwartdebatten". Der kleine Aha-Effekt könne dazu beitragen, "dass junge Torhüter so was nicht persönlich nehmen, dass sie sich nicht mehr so viel Druck machen und die Sache entspannter sehen".

Aus dem Pokal sind die Bremer praktischerweise ausgeschieden, weshalb sich Mielitz ganz auf das Fernstudium der anderen Standorte konzentrieren kann. Sein Lieblingsspiel dürfte Schalke gegen Hoffenheim sein, dort kann er vielleicht die Kollegen Hildebrand und Casteels sehen, zumindest dann, wenn die Kamera Richtung Tribüne oder Ersatzbank schwenkt. In Hoffenheim reden sie über Casteels, wie sie in Bremen über Mielitz reden, man habe "kein Torwartproblem", sagt TSG-Manager Alexander Rosen.

In der Tat halten sie immer noch viel vom jungen Belgier, so wie Dutt immer noch "hundertprozentiges Vertrauen zu Mielitz" bekundet. Wenn Casteels' Rivale Jens Grahl nicht gerade sieben Elfmeter hält, lassen sie Casteels nach der Pokalpause wohl wieder zurück in sein Tor, Mielitz dagegen muss mindestens bis Januar warten. Erst dann will Dutt bewerten, ob sein Plan aufgegangen ist: ob Mielitz die Kreativpause wirklich so entspannt hat, dass die Bremer ihm wieder guten Gewissens ihr Tor anvertrauen können.

Es könnte ein heißer Sommer werden im Torwartland, je nachdem, ob es Casteels, Mielitz oder womöglich Mielitz' Rivalen Wolf gelingt, ihre Vorgesetzten zu überzeugen. Falls nicht, käme noch mehr Bewegung in den Torwartmarkt, in dem schon jetzt geheime Abgesandte geheime Gespräche führen. Die Schalker werden im Sommer auf jeden Fall einen Torwart kaufen, vier bis fünf Leute seien im Gespräch, sagt ein Insider, vom Düsseldorfer Fabian Giefer über Trapp/Zieler/Baumann bis zu Basels Champions-League-Keeper Yann Sommer.

Sollten die Gladbacher ihr Prachtexemplar ter Stegen an den FC Barcelona verlieren, wäre ein weiterer attraktiver Job frei; auch Mainz 05 ist dringend auf der Suche, ebenso die Berliner, die nach einer Nummer zwei fahnden, die gerne auch den bisher gesetzten Thomas Kraft herausfordern darf. Sollte Frankfurt seinen Trapp, Freiburg seinen Baumann oder Hannover seinen Zieler verlieren, dann würden auch dort Stellenanzeigen geschaltet.

Tim Wiese wird beim großen Torwartdomino wohl keine prominente Rolle mehr spielen, zumindest das dürfte Mielitz und Casteels beruhigen. Und zur Not bliebe ja immer noch dies: ein Wechsel in die englische Liga. Dort würden sie vom ersten Tag an zu den besten Torhütern gehören.

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