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Super-G:Dreßen rast schon wieder aufs Podest

Ski alpin: Weltcup

Schon wieder schnell unterwegs: Thomas Dreßen in Saalbach-Hinterglemm.

(Foto: dpa)

Der Skifahrer beweist im Super-G in Saalbach-Hinterglemm seine tolle Form. Wolfsburg gewinnt das Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga. Weitspringerin Mihambo springt in der Halle erstmals über sieben Meter.

Super-G, Dreßen: Skirennläufer Thomas Dreßen ist einen Tag nach seinem dritten Saisonsieg erneut aufs Weltcup-Podium gestürmt. Der 26-Jährige raste im Super-G von Saalbach-Hinterglemm bei fast schon irregulären Verhältnissen auf aufgeweichter Piste auf den starken dritten Platz. "Ich muss sagen, ich bin wieder brutal happy, das Podium ist super", sagte Dreßen im ZDF. Wegen der weichen Verhältnisse auf der Schneekristall-Piste, über die viele Konkurrenten zurecht klagten, habe er mit der ungünstigen Startnummer 19 "mit brutal viel Gefühl fahren" müssen. Die Bedingungen nannte er "grenzwertig, aber ich mache mir kein Kopf drüber. Wenn gefahren wird, wird gefahren."

Von der Topzeit des Norwegers Aleksander Aamodt Kilde (58,30 Sekunden) trennten Dreßen nach einem wahren Sprint-Rennen auf der wegen Schneefalls und Wind verkürzten Strecke 0,31 Sekunden. Für den Mittenwalder war es die dritte Podestfahrt in seiner etwas schwächeren Disziplin. Der Schweizer Mauro Caviezel (+0,16) wurde Zweiter. Andreas Sander (Ennepetal/0,64) war als guter Siebter erneut zweitbester Deutscher. "Für mich war die Piste nicht weltcupwürdig, das war sehr unfair", sagte er und würdigte seinen Teamkollegen: "Das war eine Sensationsleistung vom Thomas, die Piste ließ so eine Fahrt eigentlich gar nicht mehr zu."

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Kilde übernahm mit seinem ersten Saisonsieg die Führung im Gesamt- und im Disziplin-Weltcup. Wegen des Wetters musste der Start am Zwölferkogel mehrmals und um insgesamt fast zweieinhalb Stunden verschoben werden, die technisch anspruchsvolle Piste gab schnell nach. Olympiasieger Matthias Mayer (Österreich) schied wie der Olympiazweite Beat Feuz (Schweiz) am Xandl-Sprung aus.

Bundesliga der Frauen: Titelverteidiger VfL Wolfsburg hat das Spitzenspiel der Frauenfußball-Bundesliga souverän für sich entschieden. Beim Tabellenzweiten TSG 1899 Hoffenheim setzten sich die Wolfsburgerinnen am Freitag mit 5:2 (3:0) durch. Damit baute das Team von Trainer Stephan Lerch seinen Vorsprung an der Tabellenspitze (40 Punkte) auf sechs Zähler vor Hoffenheim (34) aus. Der Tabellendritte FC Bayern München (31) tritt am Sonntag (14.00 Uhr) bei Bayer Leverkusen an. Fridolina Rolfö (7. Minute), Pernille Harder (16./80.), DFB-Spielführerin Alexandra Popp mit einem sehenswerten Freistoß (24.) und Svenja Huth trafen für die Gäste (70.). Maximiliane Rall (72.) und Luana Bühler (84.) erzielten die Tore für die Kraichgauerinnen. "Es ging dann doch etwas schnell", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zur Pause beim TV-Sender Eurosport über die frühe 3:0-Führung und bescheinigte den Wolfsburgerinnen eine "brutale Qualität".

Leichtahtletik, Weitsprung: Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat die 7-Meter-Marke in der Halle geknackt und eine Weltjahresbestleistung aufgestellt. Beim ISTAF Indoor in Berlin siegte die 26-Jährige von der LG Kurpfalz am Freitag mit 7,07 m im letzten Versuch. Ihre bisherige persönliche Hallen-Bestweite hatte Mihambo im Vorjahr in der Bundeshauptstadt geschafft, als sie mit 6,99 m gewonnen hatte. Durch den Sieg, den neuen Meeting-Rekord beim ISTAF Indoor und die Weltjahresbestleistung geht Mihambo mit Rückenwind in die deutschen Hallenmeisterschaften, die am 22. und 23. Februar in Leipzig steigen. Gut vier Monate nach ihrem WM-Triumph in Doha, als sie im Freien auf 7,30 m gesprungen war, distanzierte Mihambo in Berlin Ese Brume (Nigeria/6,79 m) klar auf Rang zwei. Da die Hallen-WM im März in China wegen des Coronavirus abgesagt wurde, hatten das ISTAF und die deutschen Meisterschaften für Mihambo an noch mehr an Bedeutung für Mihambos Vorbereitung auf dem Weg zu Olympia in Tokio (24. Juli bis 9. August) gewonnen.

Bundesliga, FC Bayern: Nationaltorwart Manuel Neuer hat sich nach seiner kurzen Zwangspause beim FC Bayern München wieder zurückgemeldet. Der 33 Jahre alte Kapitän des deutschen Fußball-Rekordmeisters hatte im Donnerstagstraining wegen eines Magen-Darm-Infekts gefehlt. Nach Auskunft von Trainer Hansi Flick hat Neuer am Freitag "ganz normal am Training teilgenommen. Alle Wehwehchen, die gestern da waren, sind vorbei." Damit steht einem Einsatz Neuers am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) im Spiel beim 1. FC Köln nichts im Wege. Verteidiger David Alaba musste wegen muskulärer Probleme am Freitag hingegen pausieren, soll am Samstag aber wieder dabei sein. "Die Art und Weise, wie sie verteidigen, ist sehr mutig", meinte Flick über die Kölner. Der FC sei eine "Mannschaft, die sehr, sehr weh tun kann, wenn man zu nachlässig ist."

Rodeln, WM: Die deutschen Doppelsitzer haben zum Auftakt der Rodel-WM in Sotschi erstmals den Titel im Sprintwettbewerb verpasst. Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) holten beim Heimsieg der Russen Alexander Denisew/Wladislaw Antonow immerhin Bronze, auch die Italiener Emanuel Rieder/Simon Kainzwaldner landeten noch vor den Bayern. Die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) mussten ihren Titel in dem nicht-olympischen Wettbewerb abgeben, die Thüringer wurden Vierte. Robin Geueke/David Gamm aus Winterberg belegten nach einem schweren Fahrfehler nur den zwölften Platz. Das Ergebnis bietet einen Vorgeschmack darauf, wie schwierig es nicht nur für die deutschen Starter in Sotschi werden dürfte. Die russischen Athleten dürften auf ihrer Heimbahn in allen Disziplinen schwer zu schlagen sein.

Weltmeister Felix Loch hat sich im Sprint der starken russischen Konkurrenz beugen müssen und wartet weiterhin auf seinen ersten Sieg in der laufenden Saison. Der Vorjahres-Zweite im Sprintwettbewerb kam am Freitag auf der Olympia-Bahn von 2014 nur auf den enttäuschenden 13. Platz vor seinem Teamkollegen Sebastian Bley, der 14. wurde. Neuer Weltmeister auf der verkürzten Strecke mit fliegendem Start wurde der Russe Roman Repilow vor dem Österreicher David Gleirscher und Dominik Fischnaller aus Italien.

Schwimmen, Doping: Der Internationale Sportgerichtshof hat die Sperre des brasilianischen Freistilschwimmers und WM-Medaillengewinners Gabriel Santos aufgehoben. Das Wettkampfverbot des 23-Jährigen sei nicht länger in Kraft, teilte der Cas am Freitag mit. Santos, der 2017 mit der 4 x 100 Meter-Staffel seines Heimatlandes Silber bei den Weltmeisterschaften in Budapest gewonnen hatte, war im Mai 2019 positiv auf die verbotene Substanz Clostebol getestet und anschließend für ein Jahr gesperrt worden. Der Cas folgte nun Santos' Argumentation, dass das Vorkommen von Clobestol unabsichtlich und in einer Verunreinigung der Probe begründet liege. Den Athleten treffe daher keine Schuld. Ein Familienmitglied des Brasilianers hatte die Substanz ärztlich verschrieben bekommen.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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