Wenn eine Abwehr zu viele Gegentore kassiert, klingt es wie eine gute Idee, hinter sie einen Torwart zu stellen, der nur wenige Tore kassiert. Marc-André ter Stegen, 31, hat in dieser Saison beim FC Barcelona 26 Mal zu null gespielt und damit nebenbei einen alten Rekord eingestellt. Beim wilden 3:3 der Nationalelf gegen die Ukraine hat ter Stegen noch gefehlt, beim Testspiel in Polen am Freitagabend kehrt er nun in jenes Tor zurück, das er nach Manuel Neuers Verletzung übernommen hat - und am liebsten nicht mehr hergeben will. Im SZ-Interview spricht ter Stegen über seine großartige Saison in Barcelona und erklärt, warum es fürs Gelingen der Heim-EM im kommenden Sommer wichtig sein könnte, nicht nur Tore, sondern auch Grätschen zu feiern.
Marc-André ter Stegen im Interview"Es ist mein Anspruch, die Nummer eins zu bleiben"
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Wer steht in wessen Schatten? Torwart Marc-André ter Stegen (vorn) besetzt im Nationalteam zurzeit den Stammplatz von Manuel Neuer.
Michael Weber/ImagoMarc-André ter Stegen erklärt, warum er seinen Platz im deutschen Nationaltor auch nach Manuel Neuers Rückkehr behalten möchte und wie die Abwehrprobleme der Nationalmannschaft behoben werden können.
Interview von Christof Kneer und Philipp Selldorf, Frankfurt
