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Stimmen zum Sieg der DFB-Elf:"Keiner hat ein Schützenfest erwartet"

Joachim Löw bemängelt die Chancenverwertung, Julian Draxler sieht zu viele gegnerische Beine, und Thomas Müller beteuert, im Strafraum gefoult worden zu sein.

Nach dem 3:0-Sieg gegen Färöer bemängeln DFB-Spieler und Trainer Joachim Löw vor allem die Leistung in der zweiten Halbzeit. Doch es überwiegt die Erleichterung über die bewältigte Pflichtaufgabe.

  • Bundestrainer Joachim Löw: "Es war eine Pflichtaufgabe, hier drei Punkte zu holen. Das Spiel war so zu erwarten. Sie stehen mit zehn Mann um den Strafraum herum. Wenn es etwas zu bemängelt gibt, dann ist es die finale Aktion, an der müssen wir noch arbeiten. Nach der Pause haben wir uns nicht mehr so gut bewegt wie in der ersten Halbzeit. Wir müssen unser Spiel im letzten Drittel noch verbessern, unsere Spielanlage ist gut. In den letzten Monaten hat man jedoch gesehen, dass wir viele Chancen brauchen, da fehlt mir die letzte Konsequenz."
  • Manager Oliver Bierhoff: "Wir hätten das eine oder andere Tor mehr machen können. Nach der Halbzeit haben wir ein wenig der Rhythmus verloren, aber am Ende war der Sieg wichtig. Wir haben den Ball oft gut laufen lassen, aber oft auch den Druck im Strafraum vermissen lassen."
  • Julian Draxler: "Wenn da zehn Spieler sind mit zwei Beinen ist es schwierig durchzukommen und eine Lücke zum Torabschluss zu finden. Aber am Ende steht ein 3:0. Und ich glaube auch, dass es verdient war. Wir sind der WM in Brasilien wieder ein Stück näher gekommen, das war wichtig."
  • Per Mertesacker: "Wir wussten, dass es nicht einfach wird auf den Färöer und auf dem Kunstrasen. Richtig zwingend war es nicht, was wir besonders in der zweiten Halbzeit gespielt haben. In den entscheidenden Momenten haben wir im Angriff nicht so konsequent gespielt, das müssen wir noch besser machen."
  • Miroslav Klose: "Die standen schon sehr kompakt. Trotzdem haben wir uns viele Chancen herausgearbeitet. Wir haben gut gearbeitet, auch in der Defensive bei Ballverlusten."
  • Thomas Müller: "Wir haben unsere Aufgabe erfüllt, keiner hat ein Schützenfest erwartet, denn wir wussten, wie schwer es wird. Wir fahren zufrieden nach Hause. Beim Elfmeter, dass war ein klares Foul an mir."