Stadien der WM 2022 in Katar:Gigantische Kühlschränke

Fußball-WM bei 45 Grad im Schatten? Die WM 2022 im Wüstenemirat Katar stellt die Ausrichter vor gigantische Aufgaben. Ein deutsches Architekturbüro zeigt schon mal, wie die Hightech-Stadien aussehen könnten.

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Fußball-WM bei 45 Grad im Schatten? Die WM 2022 im Wüstenemirat Katar stellt die Ausrichter vor gigantische Aufgaben. Ein deutsches Architekturbüro zeigt schon mal, wie die Hightech-Stadien aussehen könnten.

Die Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar hat weltweit wahrlich kein berauschendes Echo hervorgerufen. In einem Architekturbüro in Deutschland dürfte hingegen erst mal unbändige Freude ausgebrochen sein: Das Frankfurter Büro AS&P war an der Bewerbung des Wüstenemirats direkt beteiligt und könnte somit den Zuschlag für den Bau von bis zu acht Stadien erhalten.

Wie das Ganze aussehen könnte, haben die Architekten schon mal skizziert: In der Computersimulation etwa ist der Entwurf für das Stadion Al Wakrah Centre zu sehen. Die Arena soll 45.000 Zuschauern Platz bieten. Dabei ist das Stadion nicht bloß ein Fußball-Austragungsort, sondern Teil eines weitläufigen Unterhaltungskomplexes mit Einkaufs-, Freizeit- und Wellnessangeboten.

Texte: Albert Linner

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Einer der größten Vorbehalte gegen die WM in Katar ist die große Hitze. Während der Sommermonate sind Temperaturen von mehr als 45 Grad im Schatten keine Seltenheit. Daher mehren sich die Stimmen, die WM doch bitte in den Winter zu verlegen. Das forderte zuletzt Franz Beckenbauer und jetzt sogar der asiatische Fußballverband AFC. Die Temperaturen pendeln sich in den "kalten" Monaten bei 17 Grad ein.

Das Architektenbüro hat die hohen Temperaturen bei seinen Entwürfen bereits berücksichtigt. So sollen die Stadien mit moderner Technologie wie gigantische Kühlschränke auf 25 Grad heruntergekühlt werden. Dabei soll vor allem Gebrauch von Solarenergie gemacht werden.

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Die Solarmodule würden auf Dächern und Fassaden der Stadien angebracht und könnten das in Katar reichlich vorhandene Sonnenlicht nutzen. An Glanz büßen die Entwürfe dadurch nicht ein, wie die Simulation des Doha Port Stadium beweist: Das Stadion soll direkt am Wasser gebaut werden, 44.950 Besucher finden dort Platz.

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Das Stadion Al Gharafa ist für exakt 44.740 Besucher konzipiert. Umspannt wird die Spielstätte von großen bunten Bändern, in der Bewerbung pathetisch als "Bänder der Freundschaft" bezeichnet.

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Das Stadion hat zwei Ränge, wovon der obere nach der Weltmeisterschaft wieder zurückgebaut werden soll. So dürfte es auch den meisten anderen Stadien ergehen. Eine Spielstätte kann sogar komplett wieder abgebaut und verschifft werden. Stadion und Sitztribünen will Katar nach der WM an ärmere Länder verschenken.

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Inspiriert von der Form einer Muschel ist der Entwurf für das Stadion Al Khor. 45.330 Fans finden hier Platz. Auch die Anreise ist kurios: Die Fans legen die letzten Meter mit dem Wassertaxi zurück.

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Das Stadion Al Shamal soll im Norden Katars 45.120 Besuchern Platz bieten. Der Entwurf ist den Dhaus, traditionellen arabischen Segelschiffen aus Holz, nachempfunden.

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20 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Doha steht bereits das Stadion Al Rayyan. Allerdings noch nicht in der Form, die es 2022 haben soll:

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Bis dahin wird die Arena auf 44.740 Plätze ausgebaut und gleichzeitig als riesige Anzeigetafel fungieren. Der Plan ist, das komplette Stadion mit einer membranartigen Struktur zu umziehen, auf der dann auf einer Fläche von sechs Fußballfeldern Spielszenen und andere Filmsequenzen gezeigt werden können.

© sueddeutsche.de/alin/ebc
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