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SSV Jahn Regensburg:Rutschpartie im Wildpark

Schiedsrichter Dr. Robert Kampka, zeigt Benedikt Gimber (SSV Jahn Regensburg 05) die gelb rote Karte, rot Karlsruher SC

Gelb-rot auf braunem Grün: Regensburgs Benedikt Gimber muss vom Feld, seine Mannschaft wird das Remis dennoch über die Zeit bringen.

(Foto: Wolfgang Frank/Eibner/imago)

Nach seinem Pokalerfolg gegen den Bundesligisten 1. FC Köln kehrt der SSV Jahn Regensburg mit einem achtbaren Remis in Karlsruhe zurück in den Zweitliga-Alltag.

Von Johannes Kirchmeier

Mit allzu viel Freude wird Benedikt Gimber in seinem Fußballerleben wahrscheinlich nicht mehr beim Karlsruher SC antreten. 2017 ist der Kapitän des SSV Jahn Regensburg mit dem KSC aus der zweiten Liga abgestiegen. Und nachdem er in dieser Saison bereits im Hinspiel gegen den Klub im Jahnstadion mit der gelb-roten Karte vom Platz gestellt wurde, erhielt er die gleiche Kartenzusammenstellung nun auch im Rückspiel im Wildparkstadion. Bei Zusammentreffen mit den Badenern ist gerne der Wurm drin beim gebürtigen Badener. In der 77. Minute musste er vom Feld, der 23-Jährige wird dem Jahn daher erneut im Duell mit Fortuna Düsseldorf fehlen.

Trotzdem durfte Gimber am Sonntag glücklich mit seiner Mannschaft heimreisen nach dem 0:0 beim in diesem Jahr noch ungeschlagenen Karlsruher SC, der damit zuletzt von 21 möglichen 17 Punkte holte. Denn damit haben die Regensburger Pokalhelden nach ihrem Erfolg gegen den Bundesligisten 1. FC Köln die Rückkehr in den Alltag der zweiten Fußball-Bundesliga souverän gemeistert und bleiben auf Rang elf mit sieben Punkten Vorsprung zum Relegationsplatz.

Selimbegovic setzt auf die "Glückshormone" - und auf fünf frische Spieler

Ihr Trainer Mersad Selimbegovic wollte auf die "Glückshormone im Körper" setzen, die "positive Energie" freisetzten nach den 120 harten Spielminuten am Mittwoch. Zudem setzte er auf fünf neue Kräfte in der Startelf. Beim Rest hatten die glücklichen Hormone allerdings keine leichte Aufgabe vor sich: Schließlich plagten sich die Teams über einen arg ramponierten Rasen. Der Fußball wurde zur Rutschpartie, in der sich einmal mehr Alexander Meyer als sicherer Jahn-Rückhalt erwies. Der Keeper ist mit acht Zu-Null-Spielen der stärkste der Liga. Alleine der wuchtige KSC-Stürmer Philipp Hofmann scheiterte mehrmals am glänzend parierenden Meyer, in der Nachspielzeit hielt der Torwart noch einen Fallrückzieher von Babacar Guèye. "Wir wissen, dass Regensburg eine starke Mannschaft ist, eine gute Mentalität hat", sagte der KSC-Profi Philipp Hofmann bei Sky: "Ich denke, das 0:0 geht in Ordnung." Denn aus Jahn-Sicht hätten nach knapp einer Stunde Albion Vrenezi mit einem gerade noch ins Toraus abgefälschten Schuss und Jan Elvedi per Kopf ebenfalls das entscheidende Tor des Tages erzielen können.

Die positive Energie zahlte sich also nur bedingt aus, doch die Chance auf mehr Glückshormone gibt es für Regensburg ja schon bald wieder: Anfang März steht das Viertelfinale im DFB-Pokal an. Gegner im Jahnstadion ist dann der Bundesligist Werder Bremen, wie die Auslosung am Sonntagabend ergab.

© SZ/lein
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