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Sport kompakt:Gekas: Keine Lust auf Leverkusen

Herthas griechischer Stürmer verweigert Rückkehr zu Bayer, Morddrohungen gegen Lazio-Chef, Arsenal bangt um Champions-League-Teilnahme.

Der von Hertha BSC Berlin ausgeliehene Stürmer Theofanis Gekas verweigert die Rückkehr zum Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. "Ich will auf keinen Fall zurück nach Leverkusen", sagte der griechische Nationalspieler der Bild-Zeitung. Der frühere Torschützenkönig, der am Montag von Otto Rehhagel bereits für die WM in Südafrika nominiert worden war, liebäugelt mit einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt. Deren Trainer Michael Skibbe wollte Gekas bereits in der Winterpause verpflichten, ein Wechsel scheiterte jedoch an den finanziellen Bedingungen. Herthas Linksverteidiger Lewan Kobiaschwili könnte Gekas in die hessische Metropole folgen. Der Vertrag des 32-jährigen Georgiers mit Hertha gilt nur für die Bundesliga. In Frankfurt könnte Kobiaschwili Kapitän Christoph Spycher ersetzen, der zurück in die Heimat zu Young Boys Bern wechselt. "Ich bin nach dem Bayern-Spiel frei, ich weiß noch nicht wo es hingeht. Aber Frankfurt ist natürlich auch ein interessanter Klub", sagte der in der Winterpause nach Berlin gewechselte Kobiaschwili. _________________________________________________________________

Leverkusen? Nein, danke. Hertha-Stürmer Theofanis Gekas will nicht zurück zu Bayer.

(Foto: Foto: getty)

Der Chef des italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom, Claudio Lotito, hat Morddrohungen erhalten. Er habe vor der 0:2-Heimniederlage gegen Spitzenreiter Inter Mailand am vergangenen Sonntag einen Brief mit Pistolenkugeln als Warnung bekommen, berichtete Lotito nach Angaben italienischer Medien. Lotito klagte, dass auch Lazio-Manager und Spieler bedroht worden seien. Lazio Rom war vorgeworfen worden, bei der Niederlage gegen Inter nur geringen Widerstand geleistet zu haben, um dem zweitplatzierten Stadtrivalen AS die Chance auf den Meistertitel zu verbauen. Vertreter der AS Roma waren nach dem Schlusspfiff fassungslos. "Nach dem, was wir heute gesehen haben, unsere Liga als die schönste der Welt zu bezeichnen, ist absurd. Wäre ich an der Stelle von Inter, ich würde mich über so einen Sieg schämen", schimpfte Roma-Präsidentin Rosella Sensi. Schon am Mittwoch bietet sich den Römern die Gelegenheit zu einer kleinen Revanche. Im Olympiastadion kommt es zwischen Roma und Inter zum Final-Duell um den italienischen Pokal. _________________________________________________________________

Der Belgier Erik Gerets soll möglicherweise Nachfolger von Bruno Labbadia als Trainer des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV werden. Nach Informationen der französischen Sportzeitung L'Equipe ist der 55-Jährige aussichtsreicher Kandidat auf das Amt bei den Hanseaten. Gerets, Vize-Europameister von 1980, steht derzeit beim saudi-arabischen Erstligisten Al-Hilal unter Vertrag und war in der Bundesliga schon beim 1. FC Kaiserslautern und dem VfL Wolfsburg tätig. In Frankreich wird er auch als möglicher Nachfolger von Laurent Blanc beim noch amtierenden Meister Girondins Bordeaux gehandelt, falls Blanc nach der WM die französische Nationalmannschaft übernimmt. _________________________________________________________________

Der 13-malige englische Fußball-Meister FC Arsenal muss noch einmal um die automatische Qualifikation zur Champions League bangen. Die Gunners unterlagen am vorletzten Spieltag 1:2 (1:1) bei den Blackburn Rovers und verpassten damit die vorzeitige Qualifikation für die Königsklasse. Arsenal ist zwar weiterhin Dritter, Lokalrivale Tottenham Hotspur kann allerdings am Mittwoch mit einem Sieg bei Manchester City auf zwei Punkte heranrücken. Dagegen steigt Hull City nach zwei Jahren wieder aus der Premier League ab. Die Tigers kamen bei Wigan Athletic nur zu einem 2:2 und stehen damit als dritter Absteiger fest. Der frühere Gladbacher Bundesligaprofi Steve Gohouri glich für Wigan in der Nachspielzeit zum Endstand aus. Vor Hull standen bereits der FC Burnley und der FC Portsmouth als Absteiger in die Championship fest.

Georges Leekens wird Nachfolger von Dick Advocaat als belgischer Fußball-Nationaltrainer. Nach Berichten des Fernsehsenders Sporza haben Leekens und der Vorstand des belgischen Fußballbundes am Sonntag ein abschließendes Gespräch über den Wechsel des ehemaligen Nationalspielers und Trainers des KV Kortrijk geführt. Über die Vertragsdauer wurden noch keine Mitteilungen gemacht. Auch ist noch offen, ob Leekens neben seiner Tätigkeit als Bondscoach Klubtrainer in Kortwijk bleibt. Leekens tritt die Nachfolge des früheren Gladbacher Bundesligatrainers Advocaat an, der nach nur einem halben Jahr bei den "Roten Teufeln" seinen Arbeitsvertrag einseitig gekündigt hatte, um Nationaltrainer von Russland zu werden. __________________________________________________________

Die Phoenix Suns haben im Playoff-Halbfinale der Western Conference die San Antonio Spurs aus der Erfolgsspur in der NBA gebracht. Mit dem 111:102-Heimerfolg legten die Gastgeber am Montag (Ortszeit) zum 1:0 in der Serie "best of seven" vor. San Antonio hatte zuvor Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks mit 4:1 aus dem Viertelfinale geworfen. In Cleveland überraschten die Boston Celtics die hochfavorisierten Cavaliers mit dem deutlichen 104:86-Auswärtssieg. Noch am Samstag hatte Cleveland den Halbfinal-Auftakt der Eastern Conference mit 101:93 gegen Boston gewonnen. Rajon Rondo glänzte mit 19 Assists und führte zusammen mit Ray Allen (22 Punkte) das Team der alternden Stars wie Allen, Kevin Garnett und Paul Pierce zum 1:1 Ausgleich in der Halbfinalserie. Der erst am Montag zum "wertvollsten Spieler" der NBA-Saison gekürte Cavalier LeBron James kam auf 24 Punkte. Als Spätfolge einer miserablen Saison feuerten die Chicago Bulls unterdessen ihren Trainer Vinny Del Negro. Der Entlassung war ein lautstarker Streit mit Chicagos Vizepräsident und Basketball-Operationmanager John Paxsons vorausgegangen, über die aber keine Details nach außen drangen. _________________________________________________________________

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Einspruch von Drittligist Carl Zeiss Jena gegen die Wertung des Spiels gegen den 1. FC Heidenheim zurückgewiesen. Die Thüringer hatten die Begegnung 1:2 verloren, allerdings hatte Heidenheim den Spieler Christian Klarer eingesetzt, der bereits zehn Gelbe Karten gesehen hatte und nicht spielberechtigt war. Am 3. Oktober 2009 hatte Klarer in der Partie bei Eintracht Braunschweig die Gelbe Karte gesehen. Der Schiedsrichter hatte die Karte jedoch im Spielberichtsbogen dem Spieler Christian Essig zugeordnet. Das Gericht wertete dies als Tatsachenentscheidung und wies den Protest Jenas ab. Gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts kann Carl Zeiss Jena binnen 24 Stunden Berufung vor dem DFB-Bundesgericht einlegen. Hätte Jena Recht und damit die Punkte bekommen, wäre der Traditionsklub mit dann 63 Zählern wieder punktgleich mit dem Dritten FC Ingolstadt und zurück im Aufstiegsrennen der dritten Liga gewesen.

© sueddeutsche.de/sid/dpa/jbe
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