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Sport kompakt:FCB will Gehälter drücken

Sportdirektor Nerlinger: "Grenzen sind erreicht", Ribéry wieder verletzt, Ärger um Barca-Stürmer Ibrahimovic, NFL-Titelverteidiger ausgeschieden.

Der FC Bayern München will seinen Spielern künftig weniger Gehalt zahlen. "Wir werden versuchen, die Gehälter zu reduzieren", kündigte Sportdirektor Christian Nerlinger im kicker an: "Die Gehälter sind durch die Decke geschossen. Deshalb müssen wir unseren Verstand einsetzen, auch die Spieler, die nicht denken dürfen, jede Vertragsverlängerung bedeute automatisch mehr Geld." Auch bei den Transferausgaben seien die "Grenzen erreicht", bemerkte Nerlinger. Rund 80 Millionen Euro haben die Bayern in dieser Saison in die Mannschaft gepumpt. Von der angestrebten Gehaltsreduzierung dürfte ein Topstar wie Franck Ribéry allerdings verschont bleiben, wie Nerlinger andeutete. "Jeder Fall ist individuell und marktgerecht zu sehen", erklärte der Sportdirektor. Der 2007 für 25 Millionen Euro von Olympique Marseille verpflichtete Ribéry wird seit einiger Zeit von Topklubs wie Real Madrid und dem FC Chelsea umworben und dabei offenbar mit Traumgagen geködert. Ribérys Vertrag in München läuft am 30. Juni 2011 aus, eine Vertragsverlängerung könnte sich der FC Bayern wohl nur mit einer Gehaltssteigerung erkaufen. "Wir werden mit ihm im Frühjahr über eine Verlängerung über 2011 hinaus sprechen und natürlich um ihn kämpfen", kündigte Nerlinger an, obwohl Ribérys Berater zuletzt von einem definitiven Abschied seines Klienten nach dieser oder der kommenden Saison sprach. "Der Berater, aber nicht der Spieler" habe das gesagt, erklärte dazu der Bayern-Sportdirektor. Zum Auftakt des Trainingslagers in Dubai fehlte Ribéry indes wegen einer Zehen-Entzündung. Bei dem 26-Jährigen mussten an beiden Füßen die großen Zehen angebohrt werden, um einen Bluterguss ablaufen zu lassen, berichtete Mediendirektor Markus Hörwick. Wie lange der Mittelfeldstar nicht mit der Mannschaft trainieren kann, sei ungewiss. Der Franzose absolvierte nach Vereinsangaben ein individuelles Fitnessprogramm im Mannschaftshotel.

Bleibt wohl Topverdiener: Franck Ribéry.

(Foto: Foto: dpa)

Ein grobes Foulspiel, Schiedsrichter-Schelte und ein angefressener Trainer: Nach einem unrühmlichen Auftritt gegen den FC Villarreal (1:1) spürt Zlatan Ibrahimovic beim FC Barcelona trotz einer ausgezeichneten Bilanz von elf Toren in 14 Ligaspielen erstmals scharfen Gegenwind. " Er muss sein Temperament zügeln, sonst müssen wir unsere Partien irgendwann mit zehn Spielern beenden", sagte Barcelonas Trainer Josep "Pep" Guardiola über den 69-Millionen-Euro-Mann aus Schweden. Der Erfolgstrainer ärgerte sich nach dem vierten Unentschieden der Saison in erster Linie darüber, dass Ibrahimovic ständig über den Schiedsrichter lamentiert. "Er kann seine Entscheidungen nicht beeinflussen, also sollte er das lassen", sagte Guardiola. Die undisziplinierte Vorstellung von Ibrahimovic gipfelte in der 88. Minute in einem rücksichtslosen Tritt gegen Villarreals Diego Godin. Auch Real Madrid kam bei CA Osasuma Pamplona nur zu einem 0:0 und liegt weiter zwei Zähler hinter "Barca". Der deutsche Nationalspieler Christoph Metzelder saß auf der Bank.

Der amtierende Super-Bowl-Champion Pittsburgh Steelers hat die Play-offs in der amerikanischen Football-Profiliga verpasst. Am letzten Spieltag setzten sich die Steelers zwar mit 30:24 gegen die Miami Dolphins durch, mussten aber Stunden später mit ansehen, wie sich die Baltimore Ravens und die New York Jets die beiden Wildcard-Plätze in der AFC sicherten. Baltimore gewann 21:13 in Oakland, während sich die Jets deutlich mit 37:0 gegen die bereits qualifizierten Cincinnati Bengals durchsetzten. Die Ravens treffen in der ersten Runde der Play-offs nun auf die New England Patriots mit dem Kaarster Sebastian Vollmer. New York muss in Cincinnati antreten. Als stärkste Divisionssieger der AFC haben die Indianapolis Colts und die San Diego Chargers in der ersten Play-off-Runde ein Freilos. Die Paarungen der ersten Play-off-Runde in der NFL (Wildcard-Weekend): Samstag, 9. Januar Cincinnati Bengals - N.Y. Jets Sonntag, 10. Januar New England Patriots - Baltimore Ravens Dallas Cowboys - Philadelphia Eagles Arizona Cardinals - Green Bay Packers

Justine Henin hat nach 20-monatiger Pause ein erfolgreiches Comeback auf der Tennis-Tour gefeiert. Die 27-jährige Belgierin besiegte beim WTA-Turnier im australischen Brisbane die Russin Nadja Petrowa 7:5, 7:5. Henin hatte im Mai 2008 als Weltranglistenerste überraschend ihren Rücktritt erklärt. Die siebenmalige Gewinnerin eines Grand-Slam-Turniers trifft bei der mit 220.000 Dollar (154.000 Euro) dotierten Hartplatz-Veranstaltung in Brisbane nun auf eine Qualifikantin. Beim dem Vorbereitungsturnier auf die am 18. Januar in Melbourne startenden Australian Open unterlag die Nordhornerin Anna-Lena Grönefeld Lucie Safarova aus Tschechien 7:6 (7:5), 4:6, 1:6. Philipp Petzschner (Bayreuth) unterlag in der ersten Runde der mit 372.500 Dollar (261.000 Euro) dotierten Herren-Konkurrenz dem Franzosen Marc Gicquel 3:6, 1:6.

Die Dallas Mavericks haben in der amerikanischen Basketball-Profiliga NBA eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen. Beim amtierenden Champion Los Angeles Lakers unterlag das Team um Nationalspieler Dirk Nowitzki mit 96:131. Nowitzki war mit 22 Punkten zwar bester Werfer seines Teams und holte außerdem acht Rebounds, konnte die deutliche Niederlage aber nicht verhindern. Bei den Lakers konnte Jordan Farmer mit 24 Punkten Nowitzkis Wurfausbeute noch toppen. Ladar Odom überzeugte mit 15 Punkten und 15 Rebounds. Mit 23 Siegen bei elf Niederlagen führen die "Mavs" trotz des Misserfolges in L.A. weiterhin die Southwest Division an und bleiben hinter den Lakers in der Western Conference auf Rang zwei.