Sebastian Vettel

Die Lackierung seiner Helme ist Herzenssache für den einzigen Fahrer, der in diesem Jahr außer Lewis Hamilton noch Weltmeister werden kann, also zumindest rein theoretisch. Für Japan war es eine Origami-Version in schwarz-rot-gold. Um im Bild zu bleiben: Mehr als ein paar Hoffnungsschnipsel bleiben Vettel nicht nach dem sechsten Platz. In der Qualifikation patzten sein Team (bei der Reifenwahl) und er (Fahrfehler auf der schnellen Runde) im Gleichschritt, im Rennen blieb ihm von Startplatz acht nichts anders übrig als gesteigerte Aggressivität. Dass der Heppenheimer zu viel zu schnell will, ist auch ein Muster dieser Saison. Wieder ging es schief, gleich in Runde acht. Er wollte, konnte nicht abwarten, bis Max Verstappen eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe absaß - und suchte in der Spoon-Kurve eine Lücke, die der Gegenspieler umgehend dicht machte. Resultat: Die beiden Fahrer, die ohnehin keine Freunde mehr werden, kollidierten. Der Leidtragende war der Verursacher, Vettels Ferrari drehte sich raus und musste sich auf Rang 19 wieder einreihen. Der Trotz ist scheinbar ungebrochen: "Es wird schwierig von dort aus, wo wir gerade stehen - aber was haben wir noch zu verlieren? Wir hatten schon einen Haufen Sch..., ich denke nicht, dass der noch größer werden kann."

Bild: Getty Images 8. Oktober 2018, 10:332018-10-08 10:33:06 © SZ.de/schm/stein