Sergio Ramos vor Wechsel zu PSG:Eine bemerkenswerte Wendung

Sergio Ramos vor Wechsel zu PSG: Markantes Abwehrspiel, markanter Bart: Sergio Ramos steht vor einem Wechsel zu Paris Saint-Germain.

Markantes Abwehrspiel, markanter Bart: Sergio Ramos steht vor einem Wechsel zu Paris Saint-Germain.

(Foto: Pierre-Philippe Marcou/AFP)

Vieles deutet darauf hin, dass Sergio Ramos bald schon bei Paris Saint-Germain anheuert. Derweil träumt sein Ex-Klub Real Madrid von PSG-Stürmer Kylian Mbappé.

Von Javier Cáceres

Der spanische Innenverteidiger Sergio Ramos wird offenbar nicht mehr lange vertragslos bleiben. Wie zunächst der französische Radiosender RMC vermeldete und diverse spanische Medien bestätigten, wird der bisherige Kapitän von Real Madrid zur neuen Saison zu Paris St.-Germain wechseln. Ramos, 35, habe sich mit den Franzosen auf einen Zweijahresvertrag geeinigt. Der Wechsel hänge nur noch von der obligatorischen sportmedizinischen Untersuchung ab, hieß es. Eine offizielle Bestätigung stand am Freitag noch aus.

Ramos hatte sich vor zwei Wochen bei Real Madrid verabschiedet. Sein Vertag lief am 30. Juni aus. Er war im Jahr 2005 vom FC Sevilla nach Madrid gewechselt. Dort holte er insgesamt 22 Titel, darunter vier Champions-League-Trophäen, drei davon als Kapitän. PSG wartet immer noch auf den ersten Königsklassentriumph.

Für Ramos nimmt das bislang enttäuschend verlaufene Jahr 2021 damit eine bemerkenswerte Wendung. Der Abwehrspieler hatte im ersten Halbjahr viele Verletzungen erlitten; Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique verzichtete daher für die EM auf den Kapitän. Es ist mehr als nur ein offenes Geheimnis, dass Ramos seine Karriere am liebsten beim spanischen Rekordmeister beendet hätte. Dem Vernehmen nach ließ er ein Vertragsangebot von Real Madrid zunächst unbeantwortet. Weder Laufzeit noch Gehalt entsprachen seinen Vorstellungen. Als er es dann doch nach eigenen Angaben annehmen wollte, hieß es seitens des Klubs, das Angebot sei verfallen. Bei Real Madrid wurde derweil die Verpflichtung des bisherigen Bayern-Profis David Alaba, 29, perfekt gemacht. Der Österreicher wurde kurz vor der Europameisterschaft als bislang einziger namhafter Zugang vermeldet, er soll Ramos als Innenverteidiger ersetzen.

Unklar ist, ob Real Madrid sich noch vom französischen Nationalspieler Raphael Varane trennt. Für ihn soll es Interessenten aus der englischen Premier League geben. Varane würde in diesem Sommer eine Ablöse einbringen, die Real Madrid gut gebrauchen könnte. Die pandemiebedingten Einnahmeausfälle summieren sich auf Hunderte Millionen Euro, zudem baut der Verein gerade für viel Geld das Estadio Santiago Bernabéu um. Dessen ungeachtet träumt Vereinsboss Florentino Pérez von der Verpflichtung von PSG-Stürmer Kylian Mbappé.

Mbappé könnte PSG verlassen, ohne einen Cent in die Kassen des Klubs zu spülen

Der Vertrag des französischen Nationalspielers läuft im Juni 2022 aus. Wie die Zeitungen L'Équipe und Le Parisien übereinstimmend berichten, wird Mbappé diesen 2017 geschlossenen Vertrag auch definitiv erfüllen. Allerdings habe er eine Offerte, vorzeitig zu verlängern, ausgeschlagen. Damit wäre er im kommenden Sommer ablösefrei zu haben. Real Madrid gilt mehr als nur interessiert. Unter Umständen wäre Real wohl auch bereit, ein Angebot zu hinterlegen, um Mbappé schon in diesem Sommer nach Madrid zu holen.

Der Franzose wurde 2017 von PSG beim Ligakonkurrenten AS Monaco abgelöst, für letztlich 180 Millionen Euro. Er ist hinter dem Brasilianer Neymar Jr. der zweitteuerste Fußballprofi der Geschichte. Ob er aber wirklich schon zur neuen Saison weiterziehen darf, gilt als unwahrscheinlich. PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi hatte kurz vor dem Start der für den Stürmer enttäuschenden EM versichert, dass PSG Mbappé "nie verkaufen und niemals ablösefrei gehen lassen wird".

Sollte er am Ende aber doch bis 2022 bleiben, so dürfte Mbappé Paris tatsächlich verlassen, ohne einen Cent in den Kassen des von Katar alimentierten Klub zu hinterlassen. Das wäre theoretisch zu verschmerzen. Aber mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2022 in Katar sind Spieler wie Neymar und Mbappé für PSG von überragender propagandistischer Bedeutung.

© SZ/tbr
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