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Schnee-Partie gegen USA:Fifa weist Costa Ricas Protest ab

Der Fußball-Weltverband sieht keine Veranlassung, die Chaos-Partie USA gegen Costa Rica wiederholen zu lassen. Zlatan Ibrahimovic erhält gute Nachrichten. Der FCK sanktioniert eigene Fans für Ausschreitungen. Deutsches Duell im Viertelfinale der Handball-Champions-League. Kufensportler fordern mehr TV-Präsenz.

WM-Qualifikation, Amerika: Die Fifa hat Costa Ricas Protest gegen den 1:0-Sieg der USA im WM-Qualifikationsspiel am vergangenen Freitag in Denver abgewiesen. Das Ergebnis bleibe "bestehen und gültig", teilte der Weltfußballverband am Dienstag mit. Demnach habe Costa Rica eine der Grundvoraussetzungen für einen Protest gegen die Spielwertung nicht erfüllt, wie sie in den Durchführungsbestimmungen genannt ist: Bei einer Unbespielbarkeit des Platzes, wie das mittelamerikanische Land sie nach heftigen Schneefällen während der Partie beklagte, hätte "der Mannschaftskapitän im Beisein des Kapitäns der gegnerischen Mannschaft unmittelbar beim Schiedsrichter Protest einlegen" müssen. Dies habe Costa Ricas Spielführer Bryan Ruiz jedoch nicht getan. In Denver hatte Clint Dempsey die vom Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann gecoachten US-Amerikaner nach 16 Minuten in Führung gebracht, danach wurde der Schneefall aber immer heftiger, so dass eine Partie unter regulären Umständen kaum noch möglich war.

Zlatan Ibrahimovic, verkürzte Sperre: Der schwedische Stürmer Zlatan Ibrahimovic kann im Champions-League-Viertelfinale seines Klubs Paris St. Germain am Dienstag (2. April) gegen seinen Ex-Klub FC Barcelona nach Verkürzung seiner Rotsperre spielen. Die Strafe für den Torjäger wegen groben Foulspiels im Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Valencia wurde von der Berufungskommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA) von zwei Spiele auf eine Begegnung reduziert. Da Ibrahimovic bereits im Rückspiel gegen Valencia pausiert hatte, ist der Stürmerstar in der Königsklasse wieder spielberechtigt.

José Mourinho, Gerüchte: José Mourinho, Trainer von Real Madrid, liebäugelt offenbar mit einer Rückkehr in die englische Premier League. "Eines Tages muss ich in den englischen Fußball zurückkehren, zu Chelsea oder einem anderen Verein", sagte Mourinho im Interview bei Sky Sports News HD (England). Er könne nicht leugnen, dass er England trotz des Wetters liebe. Er habe auf dort ein Haus und eine große emotionale Bindung zum FC Chelsea. "Die Blues sind in meinem Herzen, wie auch Inter Mailand", ergänzte Mourinho. Der Portugiese trainierte Chelsea von Juli 2004 bis September 2007 und gewann mit den Londonern zweimal die englische Meisterschaft. Seit der Saison 2010/2011 ist er Trainer in Madrid.

Sportpolitik, aufgehobene Sperre: Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat die Doping-Sperre gegen den zweimaligen Skilanglauf-Olympiasieger Andrus Veerpalu aufgehoben. Der Este hatte gegen die Strafe durch den Internationalen Skiverband FIS geklagt. Estlands erfolgreichster Langläufer war Anfang 2011 positiv auf ein verbotenes Wachstumshormon getestet und bis zum 23. Februar 2014 gesperrt worden. Der 15-Kilometer-Olympiasieger von 2002 und 2006 hat stets die Einnahme verbotener Mittel bestritten. Er beendete seine aktive Laufbahn noch vor Bekanntwerden des Dopingfalls. Das Gericht begründete seine Entscheidung in einer Mitteilung von Dienstag mit Verfahrensmängeln, die zu einer "falschen" positiven Dopingprobe geführt haben könnten. In seiner Stellungnahme räumte der Cas zugleich ein, es gebe Hinweise, dass Veerpalu das Wachstumshormon genommen haben könnte. Im Juni 2012 erneuerte die Anti-Doping-Kommission der FIS die dreijährige Sperre von Veerpalu. Der gesperrte Athlet habe am 21. Januar 2012 beim Langlauf-Weltcup in Otepää das estnische Nationalteam beim Ski-Test unterstützt und damit gegen den Code der Anti-Doping-Agentur WADA verstoßen. Veerpalu wurde deshalb vom Tag des Verstoßes an erneut für drei Jahre gesperrt.

Stieglitz-Sieg in der Rundenkritik

"Mein Auge ist zu, ich kann nichts sehen"

2. Bundesliga, Kaiserslautern: Als Reaktion auf die Randale rund um die Spiele gegen Dynamo Dresden und Waldhof Mannheim hat der 1. FC Kaiserslautern insgesamt 52 Stadionverbote gegen eigene Fans ausgesprochen. Das gab der Fußball-Zweitligist am Dienstag bekannt. Die Lauterer stimmten sich zuvor eng mit der Polizei ab und nahmen bei ihren Sanktionen auch Abstufungen vor. So sollen erstmals auffällig gewordene Anhänger die Möglichkeit erhalten, ihr bis 2015 geltendes Stadionverbot nach dem 31. Dezember 2013 überprüfen zu lassen. Gegen minderjährige Täter wurden keine Stadionverbote ausgesprochen. Sie wurden vom FCK zu einer Anhörung geladen, die am 5. April vor dem Spitzenspiel gegen den 1. FC Köln stattfindet. In den vergangenen Wochen war es vor und nach den Spielen der Lauterer Profis gegen Dresden und der zweiten Mannschaft gegen den SV Waldhof jeweils zu Ausschreitungen gekommen, an denen auch gegnerische Fans beteiligt waren.

Wintersport: Die deutschen Kufensportler haben in einem offenen Brief die öffentlich-rechtlichen Sender für die mangelnde TV-Präsenz ihrer Sportarten kritisiert. "Die Rodler, Skeletonis und Bobfahrer bringen seit Jahrzehnten Weltklasseleistungen, müssen sich bei den Sendezeiten aber meist hinter Biathlon, Ski Alpin und Ski Nordisch anstellen", heißt es in dem Schreiben an die Sender ARD und ZDF. Die Vor- und Nachberichterstattung im Biathlon, Ski Alpin oder beim Skispringen nehme oft mehr Sendezeit in Anspruch als der gesamte Bericht eines Wettkampfs aus dem Eiskanal, lautet einer der Kritikpunkte aus dem Schreiben. Durch diese Bevorzugung werde der Graben zwischen Arm und Reich im deutschen Sport vergrößert. Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) findet die Kritik seiner Athleten nicht gerechtfertigt. "Das ist nicht die Haltung des Verbandes. Wenn wir der Meinung sind, dass es etwas zu verbessern gibt, dann suchen wir das Gespräch. Es gibt zwar immer etwas zu verbessern, aber nicht in einem offenen Brief oder mit Rumgejammere", sagte Generalsekretär Thomas Schwab.

Eishockey, DEL: Der EHC München hat nach der gescheiterten Qualifikation für die Play-offs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erste Personalentscheidungen getroffen und sich von drei Spielern getrennt. Klaus Kathan, David Cespiva und Christian Wichert erhalten keine neuen Verträge. Auf eigenen Wunsch verlassen außerdem Martin Buchwieser und Sören Sturm den Verein. "Mit Christian Wichert und Martin Buchwieser verlassen uns zwei Spieler, die maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die höchste deutsche Eishockeyklasse hatten. Mein Dank gilt aber natürlich allen Spielern", sagte EHC-Manager Christian Winkler. Nationalstürmer Buchwieser steht vor einem Wechsel zu Vizemeister Adler Mannheim. Dies hatten bereits vor zwei Wochen die Bild-Zeitung und die Münchner AZ berichtet.

Teamorder in der Formel 1

Wenn der Mann am Funk entscheidet

Golf, Weltrangliste: Tiger Woods ist nach 125 Wochen wieder die Nummer eins der Golf-Welt. Der 37 Jahre alte US-Superstar gewann am Montag zum achten Mal das Arnold Palmer Invitational in Florida und wird mit seinem 77. Triumph auf der PGA-Tour den Nordiren Rory McIlroy in der am Dienstag erscheinenden Weltrangliste an der Spitze ablösen. "Es ist ein Nebeneffekt von harter Arbeit, Geduld und der Fähigkeit, wieder Turniere zu gewinnen", sagte Woods, der zuletzt Ende Oktober 2010 die Spitzenposition innehatte. Zudem stellte der 14-malige Major-Sieger bei der mit 6,2 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung in Orlando den Rekord des 2002 gestorbenen Sam Snead ein, der ebenfalls ein Turnier auf der US-Tour achtmal gewinnen konnte.

Handball, Champions League: Im Viertelfinale der Handball-Champions League kommt es zu einem deutschen Duell. Die Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt und HSV Hamburg treffen in der Runde der letzten Acht aufeinander und spielen um den Einzug ins Endrunden-Turnier Final4 in Köln. Das ergab die Auslosung am Dienstag in Wien. Im Hinspiel zwischen dem 17. und 21. April hat Flensburg zunächst Heimrecht. Das Rückspiel findet in der Woche darauf statt. Der deutsche Meister und Titelverteidiger THW Kiel bekam MKB Veszprem aus Ungarn zugelost und bestreitet zuerst ein Heimspiel. Flensburg und Hamburg waren bereits Gegner in der Gruppenphase. Beide Teams hatten jeweils vor eigenem Publikum gegen den Bundesliga-Konkurrenten gewonnen. In einem weiteren nationalen Duell bekommt es der spanische Top-Club Atletico Madrid mit dem Liga-Rivalen FC Barcelona zu tun. Im vierten Viertelfinale stehen sich Metalurg Skopje aus Mazedonien und Vive Targi Kielce aus Polen gegenüber.