DFB-Pokal Zwei zauberhafte Momente lassen Werder jubeln

Bremens Milot Rashica bei seinem Treffer zum 1:0.

(Foto: AP)
  • Werder Bremen gewinnt 2:0 gegen Schalke 04 und erreicht das Halbfinale im DFB-Pokal.
  • Rashica und Klaassen erzielen die beiden sehenswerten Tore für Werder.
Von Philipp Selldorf, Gelsenkirchen

Werder Bremen bleibt 2019 unbesiegt. Beim FC Schalke 04 standen die Bremer zwar lange Zeit einem Gegner gegenüber, der die Partie durch Einsatz und Disziplin offen gestalten konnte, dann setzte sich in zwei zauberhaften Momenten die Klasse der Gäste durch. Milot Rashica und Davy Klaassen sorgten mit ihren Toren für ein 2:0, das wegen der spielerischen Vorteile am Ende auch verdient war. Für die Schalker ist damit auch die letzte Chance dahin, der missratenen Saison ein glückliches Ende abzutrotzen.

Als Schiedsrichter Deniz Aytekin zur Pause bat, hatten die Zuschauer eine Partie gesehen, die sich vorwiegend jenseits der Strafräume zutrug. Die Schalker hielten den Gegner mit ihrer Zweikampfintensität und stabiler defensiver Ordnung vom Tor fern, die Bremer wirkten fast ein wenig überrascht über den gut organisierten Widerstand der Hausherren, Max Kruse dirigierte gewohnt kunstvoll, fand aber keine Adressen für Zuspiele.

Huub Stevens' Verteidigungslehre zeigt nach drei Wochen Crash-Kurs Wirkung. Was er seinen Schülern nicht vermittelt hat: Ein systematisches Offensivspiel mit Doppel- und Steilpässen und zielsicherem Raumgewinn. Von Schalkes Angreifern Breel Embolo und Guido Burgstaller ging zudem kaum Gefahr aus. So resultierte die beste Chance aus einem Freistoß, doch dabei zeigte sich wieder, dass sich die offensiven Kopfbälle von Salif Sané nicht vergleichen lassen mit denen seines Vorgängers Naldo (27.). Die beste und auch einzige Chance auf der Gegenseite hatte Johannes Eggestein.

In der zweiten Hälfte näherten sich die Schalker der Führung. Nassim Boujellab, Nachwuchsspieler aus der U 23-Oberligaelf, verfehlte nach einem Solo das Tor, Sané nach einem Freistoß den Ball, und Burgstaller traf den Pfosten. Von Bremen kam wenig, auf einmal aber die Führung, die den Unterschied zwischen den Teams aufzeigte: Milot Rashica traf aus 20 Metern perfekt ins Eck, vorausgegangen war ein naiver Fehlpass von Bastian Oczipka (65.). Bevor die Schalker sich zur Antwort sammeln konnten, ließen die Bremer die Entscheidung folgen, wieder mit einem Tor der Extraklasse: Klaassen verlängerte ein schwieriges Zuspiel von Ludwig Augustinsson ebenso elegant wie gekonnt ins Tor, Nübel konnte nicht eingreifen (72.). Danach brachte Werder die Partie im Schongang nach Hause.

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