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PSG:Nach Streit mit Fan: Neymar für drei Spiele gesperrt

Gesperrt: Neymar von Paris Saint-Germain.

(Foto: AP)

Der Brasilianer hatte einem Zuschauer ins Gesicht gefasst. Der frühere Eisschnellläufer Robert Lehmann-Dolle soll in die Erfurter Blutdoping-Affäre verwickelt sein.

Fußball, Paris: Neymar von Meister Paris Saint-Germain ist nach einer Auseinandersetzung mit einem provokanten Fan beim verlorenen Pokalfinale gegen Rennes für drei Spiele gesperrt worden. Die Strafe trete ab dem 13. Mai in kraft, teilte der Französische Fußballverband (FFF) am Freitag mit. Für zwei weitere Partien werde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Der Brasilianer Neymar fiel bei dem Spiel Ende April negativ auf, als er einem filmenden Fan auf der Ehrentribüne auf dem Weg zur Siegerehrung erst in den Arm griff und diesem dann ins Gesicht fasste.

Der Fan beteuerte in der Sportzeitung L'Equipe, er habe Neymar nicht beleidigt. Er soll dem Torschützen und Vorlagengeber des ersten PSG-Tores allerdings empfohlen haben, das Fußballspielen zu lernen. Das Urteil sei nachsichtig, schreibt "L'Equipe". Der FFF hätte Neymar auch für fünf bis sieben Spiele sperren können. Der PSG-Star kann nun nicht an den letzten beiden Meisterschaftsspielen teilnehmen, am 18. Mai gegen Dijon und am 25. Mai in Reims. Neymar hatte zuvor bereits Ärger, weil er sich nach dem Champions-League-Achtelfinale im März abfällig über einen Schiedsrichter geäußert hatte.

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Doping, Erfurt: Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland leitet ein Disziplinarverfahren vor dem Deutschen Sportschiedsgericht DIS gegen den ehemaligen Eisschnellläufer Robert Lehmann-Dolle ein. Das teilte die Nada am Freitag auf ihrer Homepage mit. Grund ist ein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen. Zuvor hatte die ARD-Doping-Redaktion berichtet, dass ein Eisschnellläufer in die Blutdoping-Affäre um den Erfurter Mediziner Mark S. verwickelt sein soll. Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft hatte den Namen bislang nicht bestätigt.

Lehmann nahm 2006, 2010 und 2014 an Olympischen Winterspielen teil und verbuchte in der Teamverfolgung in Turin 2006 auf Rang sieben seine beste Platzierung. Zuletzt hatte der Thüringer im Olympiastützpunkt Berlin als Nachwuchstrainer gearbeitet und war in der vorigen Woche suspendiert worden. "Aufgrund eines Whistleblowerhinweises und in enger Zusammenarbeit mit der Schwerpunktstaatsanwaltschaft München I erhielt die Nada Erkenntnisse bezüglich eines möglichen Dopingverstoßes von Herrn Lehmann-Dolle in einem sportrechtlich nicht rechtsverjährten Zeitraum vor 2015", hieß es von der Nada. Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen der Nada in den vergangenen Wochen hätten den Verdacht verdichtet.

Chelsea, Chech: Petr Cech vom Europa-League-Finalisten FC Arsenal wird nach dem Endspiel am 29. Mai in Baku definitiv seine Karriere beenden. Dies bekräftigte der 36 Jahre alte Tscheche nach dem 4:2-Halbfinal-Sieg beim FC Valencia am Donnerstagabend bei BT Sport. "Du hast immer wieder Tage, an denen du gut spielst und dir vorstellen kannst, weiterzumachen. Aber ich habe mir die Entscheidung lange genug überlegt", sagte Cech dazu. In knapp drei Wochen erwartet den FC Arsenal und seinen Keeper im Stadtderby gegen den FC Chelsea ein besonders prestigeträchtiges Finale.

Cech hatte bereits im Januar angekündigt, im Sommer aufhören zu wollen. Der Routinier sitzt in der Premier League hinter dem Deutschen Bernd Leno nur noch auf der Bank und wird vorrangig international eingesetzt. In Baku will der frühere Champions-League- und Europa-League-Sieger noch einen letzten Titel auf seiner Visitenkarte hinzufügen - und das gegen seinen Ex-Verein. "Der letzte Traum war, in einem europäischen Finale zu spielen, und er ist wahr geworden. Jetzt ist der Traum, das Finale zu gewinnen."

Formel 1, Training: WM-Spitzenreiter Valtteri Bottas ist im ersten Training zum Formel-1-Rennen in Spanien die Bestzeit gefahren. Der finnische Mercedes-Pilot verwies am Freitag in Barcelona Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel mit 0,115 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Dritter wurde Vettels Teamkollege Charles Leclerc aus Monaco. Ferrari setzt auf dem Circuit de Catalunya auf eine neue Motoren-Ausbaustufe und will damit beim Europa-Auftakt die jüngste Siegesserie von Mercedes beenden.

Der fünfmalige Weltmeister Lewis Hamilton musste sich im Silberpfeil bei den ersten Übungsrunden mit Rang vier begnügen. Der Brite hatte das Rennen in den vergangenen beiden Jahren gewonnen. Der Rheinländer Nico Hülkenberg steuerte seinen Renault auf den zehnten Platz. Kurz vor Ende wurde das Training abgebrochen, nachdem der Kanadier Lance Stroll mit seinem Racing-Point-Rennwagen in die Streckenbegrenzung gekracht war.

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