bedeckt München 19°

Pavard-Verletzung:Ein Knöchel bringt Flick in die Bredouille

Kann zurzeit nicht mitspielen: Benjamin Pavard

(Foto: AP)

Benjamin Pavard fehlt dem FC Bayern länger. Der Trainer muss nun für das Champions-League-Finalturnier finden, was er in seinem Kader eigentlich nicht hat: einen zweiten Rechtsverteidiger.

"Umgeschnackselt" sei der Fuß von Benjamin Pavard, hat der Augenzeuge Hansi Flick gesagt, als er nach der Trainingsverletzung seines Rechtsverteidigers befragt wurde. Flick ist kein Mediziner, sondern Trainer, und als solcher nicht verpflichtet, Bulletins zu erstellen. Klar ist aber für Mediziner und Trainer: Am Freitag, im Testspiel gegen Olympique Marseille, wird Pavard dem FC Bayern auf jeden Fall fehlen; auch fürs Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea (8. August) rechnet niemand mit ihm.

Die große Frage ist aber: Was genau ist das für eine Bänderverletzung, deren Dimension sie bei Bayern nicht veröffentlichen? Laut des TV-Senders Sky könnte es auf eine dreiwöchige Pause hinauslaufen, nach Informationen von L'Équipe dürfte dem 24-Jährigen nach einem Bänderriss im Knöchel aber eine bis zu sechswöchige Pause drohen.

Dieses Szenario würde Flick erheblich in die Bredouille bringen: Er müsste fürs Champions-League-Finalturnier in Lissabon (ab 12. August) etwas finden, was er in seinem Kader eigentlich gar nicht hat: nämlich einen zweiten Rechtsverteidiger auf Topniveau. Dem Wintereinkauf Alvaro Odriozola (von Real Madrid) hat Flick bisher nur sehr begrenzt vertraut, und den gewesenen Rechtsverteidiger und aktuellen Mittelfeldlenker Joshua Kimmich würde Flick nur ungern wieder nach hinten versetzen.

Immerhin wird Flick diese Frage nun mit einem weiteren Experten beratschlagen können: An diesem Montag hat Miroslav Klose seine Arbeit als Flicks neuer Assistenztrainer aufgenommen.

© SZ vom 29.07.2020/sonn

Pavard und Flick beim FC Bayern
:Sorge um den Weltmeisterknöchel

Eine Verletzung bei Benjamin Pavard trübt die Sommer-Stimmung bei den Bayern - Trainer Flick macht sich derweil Gedanken über den Kader für die Champions League.

Von Carsten Scheele

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite